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Meine Stadt Hannover: Warten auf den ganz großen Wellenkanal
Hannover Meine Stadt Hannover: Warten auf den ganz großen Wellenkanal
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11:00 01.06.2019
Die Leibniz Universität möchte ihren Wellenkanal für 35 Millionen Euro erweitern. Das Model im Maßstab 1:10 gibt es schon. Quelle: Katrin Kutter
HANNOVER

Seit Anfang des Jahres kann die Leibniz-Uni Bauprojekte selber planen und ausführen, damit sollen Bauvorhaben der Hochschule schneller umgesetzt werden. Problem: Baugenehmigungen wandern nun zum Bauamt der Stadt Hannover, und dort ist die Wartezeit bekanntlich recht lang – sie zieht sich in der Regel über viele Monate.

Bundesministerium wartet auf Abruf von 35 Millionen Euro

Welche zeitlichen Ausmaße das Warten auf die Genehmigungen durch die Stadt haben können, das erfährt die Uni aktuell an einem ihrer größten Bauvorhaben in diesem Jahr – die Erweiterung des großen Wellenkanals (GWK) am Forschungszentrum Küste (FZK) in Hannover. „GWKplus“ nennt sich das Projekt, ein Bauantrag liegt seit einem Jahr bei der Stadt – bis heute unbeantwortet. Kurios: Das Bundeswirtschaftsministerium stellt 35 Millionen Euro für „GWKplus“ bereit, und solange das OK aus dem hannoverschen Rathaus nicht vorliegt, gibt's keine Überweisung. In Berlin wundere man sich bereits über das Nichtabrufen der Mittel, so Uni-Präsident Volker Epping. Doch es gibt gute Nachrichten aus dem Rathaus: „Es waren seitens der Bauherren komplizierte Grundstücksfragen zu klären. Die ist nunmehr erfolgt, so dass die Baugenehmigung in den nächsten Tagen erteilt wird“, sagt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald.

Großer Wellenkanal soll wieder Weltspitze werden – vor China

Warten auf Baugenehmigungen –für den Präsidenten generell ein unschönes Thema, denn: „Wir können mittlerweile in wichtigen Bereichen die Besetzung von dringend für Lehre und Forschung notwendigen Professuren nicht mehr durchführen, weil es schlichtweg an Räumen und Laboren mangelt“, wiederholte er jetzt seine Kritik, die er schon beim Neujahrsempfang öffentlich geäußert hatte. Vor allem in Marienwerder hat die Uni Großes vor, denn der „GWKplus“ soll bislang Unmögliches schaffen: Dank verbesserter Wellenmaschinerie und hinzugefügter Strömungseinrichtung werden die Forscher in Marienwerder nahe Garbsen Ebbe und Flut simulieren können, und das auch mit großen Wellen. Die Pumpen haben dann eine Leistung von 15 000 Litern je Sekunde – das sind dann wohl die stärksten, die in Deutschland installiert sind, so die Hochschule. Das wäre dann ein Superlativ und Hannover hätte wieder den größten Wellenkanal der Welt. Diesen Titel hatte die Uni 2015 an die Chinesen verloren. Und wird ihn wohl bald wieder haben.

Unihalle für 44 Millionen Euro – Spatenstich im Dezember

In Nachbarschaft zu Marienwerder in Garben entsteht zurzeit der Maschinenbau-Campus für mehr als 5300 Studierende, den die Hochschule Mitte September einweiht. In den Startlöchern dort steht bereits das nächste Projekt: Im Dezember setzt die Hochschule den Spatenstich für das Forschungsgebäude „Scale“, das steht für "Skalierbare Produktionssysteme der Zukunft". Geforscht wird an nachhaltigen Fertigungsmethoden für Großbauteile, zum Beispiel bei Windkraftanlagen. Kostenpunkt: 44 Millionen Euro.

Gebäude Schneiderberg 50 wird grundsaniert

Sobald die Maschinenbauer aus der Nordstadt nach Garbsen umgesiedelt sind, ziehen dort vorübergehend die Geisteswissenschaftler aus dem Haus Schneiderberg 50 ein, deren fünfgeschossiges Gebäude voraussichtlich ab Anfang 2020 grundsaniert wird – für 15 Millionen Euro. Ebenfalls auf der Agenda für dieses Jahr: Der Abriss des sogenannten „Versunkenen Schlösschens“, ein universitärer Bau in der Straße Im Moore. Die Hochschule plant den Neubau zur Lehrerausbildung, die Leibniz School of Education, das vier-beziehungsweise fünfgeschossig im hinteren Teil des Grundstücks wird. Kosten: rund 15 Millionen Euro. Das Projekt ist bei Anliegern aus der Nordtadt allerdings umstritten – ihnen ist es zu groß und zu klobig.

Von Andreas Voigt

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