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Meine Stadt Hannover: Drei Minuten lachen für den Weltfrieden
Hannover Meine Stadt Hannover: Drei Minuten lachen für den Weltfrieden
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16:03 05.05.2019
VORLACHER: Die Lachyogaleiterinnen Andrea Voigt, Silke Jansky und Marion von Appen brachten 100 Teilnehmer zum Lachen. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Eigentlich sei sie ja nicht so der Lachmensch, sagt Margot Hertrampf. Doch einmal im Jahr lacht sie auf Teufel-komm-raus. Jeden ersten Sonntag im Mai kommt sie auf die Courtyard-Wiese in der nordwestlichen Maschseeecke, um gemeinsam mit vielen anderen den Weltlachtag zu feiern. Lachen für den Weltfrieden, nicht nur, aber auch. „Das ist lustig“, sagt die rüstige Rentnerin.

Drei Minuten lang, pünktlich ab 14 Uhr, lachen nicht nur die Teilnehmer in Hannover, sondern tausende Menschen in vielen Ländern gemeinsam. Am Maschsee aber haben sie zuvor die Chance, sich mit einer kostenlosen Lachyogaeinführung vorzubereiten.

Bewegung stammt aus Indien

Lachyoga stammt aus Indien, wo 1995 der erste Lachklub gegründet wurde. Initiator war der Arzt und Yogalehrer Madan Kataria. Der Hintergrund ist alles andere als lächerlich. Da Lachen durch eine Intensivierung der Atmung die Gesundheit fördert und Stress abbaut, lernt man beim Lachyoga auch dann zu lachen, wenn man eigentlich keinen Grund dazu hat. Das Motto der Lachyogabewegung ist: „Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich, weil wir lachen.“

Rund 100 Interessierte haben sich an diesem Sonntag am Maschsee zusammengefunden. Im Wechsel leiten die Lachyogaleiterinnen Marion von Appen, Silke Jansky und Andreas Voigt die Teilnehmer an. Und Lachen ist nicht alles: Es wird viel geklatscht, man klopft sich auf die Schultern, läuft durcheinander, um sich gegenseitig anzulachen. Auch das Auslachen bekommt hier im Sinne eines Aus-sich-Herauslachens eine andere Bedeutung.

Spaziergänger lachen mit

Spaziergänger werfen manchmal etwas skeptische Blicke herüber. Meist können sie das Zucken in ihren Mundwinkeln dann doch nicht verhindern. Einige schließen sich auch gleich an. Lachen steckt an. Weshalb der Gemeinschaftscharakter nicht gering einzuschätzen ist.

Es gibt die unterschiedlichsten Arten des Lachens. Doch egal ob schüchtern oder ausgelassen wie ein Löwe, „Lachen ist eine Sprache, die alle Menschen auf der Welt verstehen“, erklärt Silke Jansky und lässt die Teilnehmer ein wenig umhergehen und miteinander unverständliches Kauderwelsch brabbeln, um anschließend lachend wieder zueinanderzufinden.

Es gibt viele verschiedene Arten, zu lachen, und man braucht dazu eigentlich keinen Grund. Hilfreich ist immer die Gemeinschaft, miteinander lachen macht noch mehr Spaß. Und auch Bewegung ist wichtig.

Ein Weg zu innerem Frieden

Das Credo der Lachjünger ist es, auf diese Weise zu einem inneren Frieden zu gelangen, den man dann aus sich herauslachend in die Welt tragen könne. „Wir wollen das innere Glück finden, weil wir grundlos lachen“, betont Andrea Voigt.

Eine Botschaft, die auch Margot Hertrampf immerhin dazu gebracht hat, eine Freundin mitzubringen. Und die sie gleich am Nachmittag noch zu ihren Enkeln tragen möchte. „Die Elfjährige hat Geburtstag“, sagt sie. „Das ist doch eine tolle Gelegenheit, ganz viel miteinander zu lachen.“

Von Andreas Krasselt

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