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Meine Stadt Hannover: Erneut Demo gegen türkischen Einmarsch in Syrien
Hannover Meine Stadt Hannover: Erneut Demo gegen türkischen Einmarsch in Syrien
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15:43 09.11.2019
DEMONSTRATIONSZUG: Rund 100 Kurden protestierten am Steintor gegen den türkischen Einmarsch in Syrien. Quelle: Heusel
Hannover

Seitdem türkische Truppen Angang Oktober in die kurdischen Gebiete im Norden Syriens eingedrungen sind, reißt die Kette der Protestdemonstrationen nicht ab. Auch am Sonnabend versammelten sich wieder etliche Kurden, diesmal am Steintor.

Die türkische Regierung unter Recip Erdogan hatte unter dem Vorwand, den Terrorismus bekämpfen zu wollen, am 9. Oktober Truppen in Nordsyrien einmarschieren lassen – nach dem Abzug der mit den Kurden verbündeten USA aus dem Land. Dabei waren sie gezielt gegen die Kurdenmiliz YPG vorgegangen.

Mittlerweile hat sich die syrische Regierung unter Machthaber Baschar al-Assad zur Unterstützung der Kurden und zum gemeinsamen Kampf gegen den türkischen Aggressor bekannt. Es wurde über Zusammenstöße zwischen türkischen und syrischen Armeekräften berichtet.

Buntes Fahnenmeer

Am Steintor hatten sich gut hundert Kurden versammelt und den Platz in ein buntes Fahnenmeer verwandelt. Schließlich gab es genug Fahnen und Wimpel für jeden Teilnehmer. Auf einem großen Transparent stand: „Mit dem Jugendgeist den Faschismus vernichten. Rojava verteidigen.“ Rojava ist der kurdische Name für die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien, einem de facto autonomen Gebiet, dem Erdogan quasi den Kampf angesagt hat.

Die Demonstranten kritisierten insbesondere die Zurückhaltung der Nato-Staaten in dem Konflikt. Die Türkei und Russland haben sich inzwischen darauf verständigt, das nordsyrische Grenzgebiet zur Türkei gemeinsam zu kontrollieren. Erdogan will dort ein bis zwei Millionen syrische Flüchtlinge aus der Türkei ansiedeln. Seine Gegner sehen darin eine gezielte Strategie, die Kurden aus dem Grenzgebiet zur Türkei zu vertreiben und durch andere Ethnien zu ersetzen.

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Von kra

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