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Meine Stadt Angriff auf Nordsyrien: Anti-Erdogan-Rufe in Hannover
Hannover Meine Stadt Angriff auf Nordsyrien: Anti-Erdogan-Rufe in Hannover
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18:59 11.10.2019
TRAURIG UND EMPÖRT: Der syrische Kurde Mohamad Hamdoush demonstrierte auch gegen die türkische Offensive. Quelle: Foto: Dröse
Hannover

Auch am Freitag demonstrierten in Hannover wieder kurdischstämmige Bürger gegen den völkerrechtswidrigen türkischen Angriff auf kurdische Dörfer in Nordostsyrien.

 

Es waren wütende und verzweifelte Menschen, die auf dem Klagesmarkt in der Nähe des türkischen Konsulats standen und Anti-Erdogan-Rufe skandierten. Kurden, deren Familien und Freunde in diesem Moment im Auftrag des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bombardiert wurden. „Es gibt keine Sicherheit für sie“, sagte Mohamad Hamdoush (31), der aus dem kurdisch-syrischen Afrin stammt und seit dreieinhalb Jahren in Hannover lebt. Er nennt Erdogan einen „zweiten Hitler, einen Diktator“, der nicht nur auf Kurden schießen lässt. „Dort leben viele andere Leute, Jesiden, Araber, auch Türken bisher friedlich zusammen“.

Merk spricht von Verrat an Kurden

Die frühere niedersächsische SPD-Justizministerin Heidi Merk, die mit ihrem Ehemann, dem früheren OB Herbert Schmalstieg, an der Kundgebung teilnahm, hielt eine Rede. Sie beklagte, dass die kurdischen Kämpfer, „die uns vor der extremistischen IS geschützt haben, jetzt wieder verraten werden“. Erdogan ließ die Gebiete bombardieren, nachdem die US-Truppen dort von US-Präsident Donald Trump zurückbeordert wurden.

Weitere Demonstrationen am Wochenende

Am Sonnabend ist die nächste Demo (14-17 Uhr) ab Bahnhofsvorplatz mit einem Gang bis zum Klagesmarkt über die Kurt-Schumacher-Straße und Goseriede geplant.

Von Petra Rückerl

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