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Meine Stadt Kleingärtner erhalten eine fünfjährige Atempause
Hannover Meine Stadt Kleingärtner erhalten eine fünfjährige Atempause
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11:28 05.02.2019
Quelle: Samantha Franson
Hannover

Kleingärtner, deren Lauben zur Umsetzung des Kleingartenkonzepts bislang noch nicht gekündigt wurden, haben eine Atempause erhalten. Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette kündigte gestern an, die Umwandlung von Gärten in Wohnraum für fünf Jahre aussetzen zu wollen.

Das gilt allerdings nicht für die 18 Parzellen der Kolonie Friedenau an der Schulenburger Landstraße (Hainholz). Diese Kleingärten sollen nicht für Wohnungen weichen. Die Stadtverwaltung will auf der Hälfte der 12 000 Quadratmeter großen Fläche einen Radweg mit Grünstreifen anlegen, die andere Hälfte als Gewerbe-Mischgebiet vermarkten. Der Bebauungsplan sieht dort bereits seit 1975 Gewerbe und bis zu dreigeschossige Bauweise vor.

Allerdings gibt es auch hier einen Aufschub. Aufgrund der Abstimmungspanne im Rat (NP berichtete) konnten diese Gärten nicht mehr fristgerecht zum 2. Februar gekündigt werden. Die Pächter haben nun Zeit bis zum Herbst 2020 mit der Räumung – die für erheblichen Protest auch seitens der Bezirksratspolitiker geführt hatte.

Doch für alle anderen im Konzept erfassten und noch nicht im Verfahren befindlichen Gärten gilt das Memorandum. „Wir werden keine Kleingärten auf Vorrat umwandeln“, versprach Dezernentin und Erste Stadträtin Tegtmeyer-Dette.

Denn aktuell scheint der dringendste Bedarf mit rund 10 000 bis Ende 2019 baurechtlich genehmigten Wohneinheiten offenbar erst mal gedeckt zu sein. Das liegt vor allem an den Großbauprojekten wie der Wasserstadt, Kronsberg-Süd oder der Bebauung des Geländes des ehemaligen Oststadt-Krankenhauses. Wie sich dann der Bedarf weiter entwickele, müsse man sehen. Das Kleingartenkonzept hat weiterhin Bestand. Von den rund 20 000 Kleingärten in Hannover sollten danach etwa 800 dem Wohnungsbau weichen – darauf hatte sich die Stadt mit dem Bezirksverband der Kleingärtner geeinigt.

Von Andreas Krasselt

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