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Meine Stadt Hannover: Katze „Sweety“ darf bei Mieter wohnen bleiben
Hannover Meine Stadt Hannover: Katze „Sweety“ darf bei Mieter wohnen bleiben
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16:37 15.04.2019
Eine Katze sitzt auf einem Schreibitsch, vor ihr der "Schönfelder" - Deutsche Gesetze Quelle: Florian Petrow
HANNOVER

Ein Urteil im Namen aller Katzen- und Hundebesitzer: Katze „Sweety“ darf in der Abelmannstraße (Döhren) wohnen bleiben. Die Vermieterin wollte das schwarze Tier mit den weißen Pfoten aus ihrem Haus klagen. Sie führte an, dass im Mietvertrag vereinbart sei, dass Hunde und Katzen nur mit Zustimmung des Vermieters gehalten werden dürften.

Dazu Amtsrichter Albrecht von Bitter: „Jede schematische Lösung in dieser Frage verbietet sich.“ Er stützt sich dabei auf höchstrichterliche Rechtssprechung. Tenor der Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) aus 2012: Ein pauschales Haltungsverbot ist nicht rechtens, dafür seien Katze und Hund zu wichtig für den Menschen.

Mieter Dieter Herzog (50, Name geändert) hatte sogar ein ärztliches Attest vorgelegt. „Sweety“ helfe ihm beim Abschalten, steht da drin. Deshalb habe er sich im September 2017 den Vierbeiner angeschafft. Doch darauf kam es gar nicht an.

Keine glaubhaften Argumente

Denn die Vermietern trug ihre Bedenken und Argumente gegen die Katze nicht glaubhaft und entschieden genug vor. Ihr Einwand, dass die Katzenhaare Allergien bei Mieter auslösen könnten, seien „ohne Bezug zu den herrschenden Gegebenheiten“ im Haus. „Sweety“ lebt nur in der Drei-Zimmer-Wohnung seines Herrchens. So verfängt auch nicht das Argument, dass das Tier Exkremente im Treppenhaus oder im Garten hinterlassen könnte.

„Auch zu Beschwerden der Mitbewohner trägt die Klägerin nichts vor“, sagt der Richter. Mit störendem Lärm und Beschädigungen seitens der Katze sei ebenfalls nicht zu rechnen.

Von Thomas Nagel

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