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Meine Stadt Hannover: 19 Jahre nach der Expo – letztes Grundstück vor Verkauf
Hannover Meine Stadt Hannover: 19 Jahre nach der Expo – letztes Grundstück vor Verkauf
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14:08 14.06.2019
FINALE: Die Expo-Grund hat für das letzte freie Grundstück auf dem dem ehemaligen Expogelände-Ost einen Käufer. Der Vertrag wird in Kürze unterschrieben. Quelle: Behrens
HANNOVER

Plötzlich ging es doch (recht) schnell: Ende 2018 wurde das dritt-und vorletzte Grundstück veräußert, jetzt steht die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Hanova (früher GBH) vor dem notariell beglaubigten Verkauf des letzten freien Grundstücks im Expo Park. Es handelt sich um das geteilte Gelände des ehemaligen monegassischen Pavillons nahe Sydney Garden und Boulevard der EU mit knapp 9800 Quadratmetern Grundstücksgröße. „Der Käufer steht fest, in wenigen Wochen haben wir den Kaufvertrag unterschrieben“, sagt Karsten Klaus, der Geschäftsführer von Hanova. Um wen es sich handelt, wollte Klaus nicht sagen.

Zukunft der Gesellschaft Expo-Grund ist noch ungeklärt

Den Grundstücksverkauf wickelt noch die Hanova-Tochter Expo-Grund ab, die vor 19 Jahren nach Ende der Expo 2000 mit dem einzigen Ziel gegründet worden war, die Flächen auf dem ehemaligen des ehemaligen Expo-Ostgeländes zu verkaufen. Was aus der Gesellschaft Expo-Grund nach dem letzten Grundstücksverkauf wird, steht laut Karsten Klaus noch nicht fest. „Entweder lassen wir sie als leere Hülle für künftige Aufgaben bestehen oder wickeln sie ab. Das entscheiden letztlich die politischen Gremien der Stadt Hannover.“

Die letzten Verkaufsmeldungen waren Ende 2018 aufgeploppt. Auf dem Gelände des ehemaligen Expo-Pavillons Rumäniens will im Herbst 2019 das Beratungsunternehmen Assure-Consulting aus Wehrheim bei Frankfurt mit dem Bau eines 1600 Quadratmeter großen Gebäudes beginnen, das von Startups, Studenten und Messebesuchern als Coworking Space genutzt werden kann. Nebenan hatte die österreichische Unternehmensgruppe Riegler & Partner Ende 2018 ein Grundstück erworben und will 30 Millionen Euro in ein Bürohaus investieren. Beide Projekte liegen am Südende des Gelände, nahe dem Expowal und den neuen Studentenwohnheimen.

Wechselvolle Geschichte mit gutem Ausgang – nach 19 Jahren

Hinter dem Expo-Park liegt eine wechselvolle Geschichte: Direkt nach der Expo sollten sich Internet- und Hightech-Firmen in dem neuen, etwa 160 Hektar großen, Gewerbegebiet anzusiedeln. Aber just als es losgehen sollte, platzte die Dotcom-Blase. Die Nachmieter blieben aus, viele Pavillons standen leer. Die Strategie wurde geändert, Raum geschaffen für Ansiedlungen mit Qualität. Wie für die Hochschule Hannover, die auf dem Gelände rund 2500 Design-und Journalistik-Studierende dort hat. Dann gibt es rund 2500 Multimediaberufsschüler und über 2000 Mitarbeiter von Unternehmen, darunter Ikea, BMW, Ferrari, das Musikstudio und die Eventlocation Peppermint Pavillon, das Hotel Radisson Blu, die TUI Arena. Delta Bau und die HRG haben dort ebenfalls Bürostandorte. In Bau befinden sich zudem Studentenwohnheime.

„Unser Ziel war es, bei unserer Neuausrichtung 2013 bis 2020 den kompletten Expo-Park veräußert zu haben. Das haben wir unterboten“, so Karsten Klaus.

Von Andreas Voigt

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