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Meine Stadt Österreicher bauen auf der Expo
Hannover Meine Stadt Österreicher bauen auf der Expo
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00:19 29.10.2018
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Hannover

Das waren es nur noch vier: Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Hanova (früher GBH) hat erneut eines der letzten noch zum Verkauf stehenden Grundstück auf dem ehemaligen hannoverschen Expo-Gelände nahe der Messe verkauft. Käufer ist die Riegler & Partner Holding aus Graz in Österreich. Der Immobilienentwickler hat einen konkreten Plan für das jetzt erworbene 5700-Quadratmeter-Grundstück auf dem ehemaligen Weltausstellungsgelände und will insgesamt 30 Millionen Euro hier investieren.

Die Österreicher haben einen Teil des sogenannten „Monaco Clusters“ gekauft – jenen, wo sich Rumänien während der Expo 2000 präsentierte, am Ende des „Garten im Wandel“, nahe des „Expo-Wals“. Die auf exklusive Immobilien spezialisierten Investoren geben an, hier „Hannovers modernstes Open-Space-Bürocenter“ mit etwa 13 000 Quadratmetern Bürofläche bauen zu wollen Baubeginn soll schon 2019 sein, im Sommer 2021 sollen die sechsgeschossigen „Chicago-Lane-Office-Suites“ bezugsfertig sein. Entworfen hat das Gebäude das hannoversche Architekturbüro Schulze & Partner.

„Hannover ist laut allen Markt- und Immobilienberichten der mit Abstand gefragteste B-Standort Deutschlands und reiht sich demnächst in die Gruppe der Top A-Standorte ein“, sagt Firmengründer Herbert Riegler (45). Er wurde zufällig auf Hannover aufmerksam: „Ein Geschäftspartner von mir ist gebürtiger Hannoveraner und weiß wie kein anderer über das Entwicklungspotential und die Möglichkeiten in Hannover Bescheid.“

Das moderne Bürogebäude mit vier Treppenhäusern soll ein vollautomatisches System erhalten, das Lüftung, Heizung und Beschattung von der Zahl der anwesenden Mitarbeiterzahl abhängig macht und so eine hohe Energieeffizienz garantiert. Eine Tiefgarage wird 84 Stellplätze bieten.

„Das Projekt ist von höchster Güte. Qualitativ hochwertige Büroflächen sind gefragt und sollten gerade hier im Expo Park laut Bebauungsplan erwachsen“, sagt Hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus und freut sich, dass das „auch noch am südlichen Ende vis-a-vis der neuen Studentenwohnheime“ geschehen wird. „Für den Standort ist das eine Bereicherung.“

Allein seit Anfang 2017 wurden elf Grundstücke im so genannten Expo-Park „an den Mann“ gebracht. Von den einst von der Weltausstellung 2000 belegten Flächen von etwa 28 Hektar hier im Ostteil abseits der Expo-Plaza stehen nun noch 1,5 Hektar zum Verkauf: Vom Monaco-Cluster sind noch zwei Grundstücke in der Vermarktung, daneben noch zwei Einzelgrundstücke. Für alle Flächen liegen laut Hanova Reservierungen vor.

Von Ralph Hübner