Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Investor Windhorst muss sich „warm anziehen“
Hannover Meine Stadt Investor Windhorst muss sich „warm anziehen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 20.03.2019
Stellt sich den hannoverschen Politikern: Investor Lars Windhorst.
Hannover

Die Nachricht habe den „Stadtteil in Aufruhr versetzt“, berichtet Rainer-Jörg Grube, Bezirksbürgermeister von Linden-Limmer. Es gebe viele Fragen. Am Donnerstag hat die Politik Gelegenheit, sie zu stellen. In öffentlicher Sitzung will der neue Investor Lars Windhorst seine Pläne mit dem Ihme-Zentrum erklären.

Mit seiner Firma Sapinda will er spätestens im Mai die Immobilie von der Intown-Gruppe übernehmen. Die Skepsis in der Politik ist groß. „Er muss sich warm anziehen“, kündigt Grube an. Es gehe „hoch her“ in Linden.

Grüne: Schostok lässt sich blenden

Oberbürgermeister Stefan Schostok hatte Windhorst in den Ausschuss eingeladen, der sich mit Angelegenheiten in seinem Geschäftsbereich befasst (Beginn 13.30 Uhr). Das Ihme-Zentrum gehört dazu. Schostok hatte es zur Chefsache gemacht. Windhorst war Ende der 1990er-Jahre als „Wunderkind“ der Wirtschaft gefeiert worden, legte dann aber 2004 und 2009 Pleiten hin.

Schostok würdigte ihn zuletzt als „Vollblutunternehmer mit viel Herz und Engagement“. Der Grüne Daniel Gardemin fürchtet, „dass sich der OB blenden lässt“. Große Erwartungen an den Investor habe er nicht. Die Gefahr sei groß, dass dieser – wie zuvor Intown – ein paar Jahre Mieten kassiere und die Immobilie dann wieder weiterverkaufe. „Ich will wissen, was Windhorst vorhat“, sagt Gardemin.

CDU erwartet klares Bekenntnis vom Investor

Auch die CDU will dem neuen Investor auf den Zahn fühlen. „Wir erwarten ein klares Bekenntnis, was er tun will und in welchem Zeitrahmen das geschehen soll“, sagt CDU-Wirtschaftsexperte Jens-Michael Emmelmann. Er stellt klar: „Windhorst darf keinen Aufschub für die Sanierung bekommen“. Schon Intown habe die Stadt zu viel Zeit eingeräumt, die die Firma nur genutzt habe, um mehr Geld herausschlagen zu können.

Florian Spiegelhauer, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD, erwartet, dass Windhorst die mit Intown geschlossenen Vereinbarungen einhält und die Sanierung fortsetzt. Allerdings sei seitens der Stadt „auch eine gewisse Verhandlungsbereitschaft geboten“.

Von C. Bohnenkamp

So wird ein Auto mit der Rettungsschere geöffnet und ein Verletzter geborgen: Drei Klassen der Grundschulen Pestalozzistraße, Groß Munzel und Kestnerstraße durften Mittwoch für einen Vormittag in die Feuer- und Rettungswache 2 in Stöcken.

20.03.2019

Achtung, falsche Handwerker unterwegs! Zwei Unbekannte haben Dienstagmittag unter dem Vorwand, als Dachdecker im Einsatz zu sein, das Haus einer Seniorin an der Straße Im Bergfeld in Arnum durchsucht und Schmuck erbeutet.

20.03.2019

Die Tarifverhandlungen bei Cinemaxx verlaufen schleppend. Jetzt plant die Gewerkschaft Verdi Warnstreiks.

20.03.2019