Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Der Biber nagt am Strandleben
Hannover Meine Stadt Hannover: Der Biber nagt am Strandleben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:17 21.12.2018
DER BEWEIS: Bissspuren an Bäumen zeigen, dass der Biber immer dichter an belebte Gebiete heranrückt. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Hannover

Ein Foto mit angenagten Bäumen vom Leineufer in der Nähe des Strandlebens macht derzeit auf Facebook die Runde. Es ist ein klares Zeichen: Der Biber ist da – mitten in der Stadt.

Da ist er eigentlich schon länger. In den Randbezirken der Stadt schon seit etlichen Jahren. 2016 wurden dann erste Spuren in Linden-Nord entdeckt. Nicht zufällig ebenfalls im Dezember. „Im Winter sind die Biber besonders aktiv“, weiß Stadtjäger und Heinz Pyka. „Wir haben hier in der Stadt gute Biotope und viel Weichholz. Das kann er gut gebrauchen.“

Anzeige
NAGER: Ein Biber beschäftigt sich mit einem Stückchen Holz, dass er für seinen Bau nutzen will. Quelle: dpa

Doch nun hat der sonst eher heimliche Mitbewohner offenbar die Scheu verloren. „Dass es flussaufwärts Biber gibt, ist ja bekannt. Aber hier, direkt bei uns mitten in der Stadt? Das ist schon cool“, freut sich Strandleben-Chef Heiko Heybey. Schließlich herrsche in diesem Bereich des Leineufers reger Betrieb.

Angenagte Bäume und Äste oder auch ganze Biberdämme zeigen, dass der Biber längst in Hannover heimisch geworden ist.

Doch auch das kann Biberexperten Pyka nicht verwundern. „Die haben sich mittlerweile an den Menschen gewöhnt“, sagt er. „An den Wülfeler Teichen schwimmen sie sogar an den Anglern vorbei.“ Es gebe in Hannover mittlerweile ein sehr starkes Bibervorkommen. „Und die Tiere zeigen keinerlei Fluchtreflexe. Wir freuen uns über jeden.“ Bleibt zu hoffen, dass dieses friedliche Miteinander auch dauerhaft von beidseitiger Natur ist.

Ein mit einer Kamerafalle aufgenommenes Video zeigt einen Biber an der Arbeit.

Von Andreas Krasselt