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Meine Stadt Hannover: Buntes Programm ums Hören und Mithören
Hannover Meine Stadt Hannover: Buntes Programm ums Hören und Mithören
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13:48 16.04.2019
WERBEN FÜR HÖRFIDELITY: Christoph Sure, Hauke Jagau, Stefani Schulz, Helga Christensen vom Pavillon-Vorstand (vordere Reihe von links), Dorothée Rhiemeier, Tinatin Tsereteli (mittlere Reihe) sowie Reinhard Griep von den Hörknirpsen und Schlagzeuger Tobias Lüttig stellen das Programm vor. Quelle: Villegas
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Hannover

HiFi was? So oder so ähnlich mögen die Azubis im Raschplatzpavillon reagiert haben, als ihr Chef Christoph Sure sie nach der Bedeutung dieses Kürzels fragte. Vergeblich versteht sich. Dabei stand High Fidelity einst für einen Klangstandard, an den heutige mp3-Sounds kaum heranreichen. Kommt also nicht von ungefähr, dass die Hörregion Hannover ihren „Tag für offene Ohren“ am Sonnabend, dem 27. April, den klangvollen Namen HörFidelity gegeben hat.

Der Tag bietet von 12 bis 19 Uhr ein randvoll gespicktes Programm rund um alles, was mit Hören zu tun hat. „Wir wollen alle ansprechen, vom Baby bis zur älteren Generation“, betonte Dorothée Rhiemeier, Leiterin der Hörregion, bei der Vorstellung des Programms am Dienstag, „Der Pavillon wird sich in ein akustisches Laboratorium verwandeln.“

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Da verspricht schon das Konzert für Babys ein besonderes Erlebnis. 35 Minuten lang können Eltern mit ihren Kleinen auf Matten am Boden babygerechten Klangelemente lauschen, die auch zum Mitsingen oder -summen animieren sollen. Musik ist ohnehin ein wesentlicher Programmpunkt.

Musik für jeden Geschmack

Songwritrer Robby Ballhause wird zweimal eine halbe Stunde spielen, Sängerin Tinatin Tsereteli wird mit ihrer Band in Trio-Formation als offizielle Botschafterin der Unesco City of Music hörbar machen, was sie unter Souljazzpop mit georgischer Seele versteht, und die BrassWoofer geben auch schon vor Beginn der Veranstaltung beim musikalischen Marsch über die Lister Meile ordentlich Blech auf die Ohren. Für das jüngere Publikum gibt es Workshops für Rap und Beatboxing.

Wer schon immer mal wissen wollte, wie die Geräusche in Filmen entstehen, kann dies bei Geräuschemacher Martin Langenbach erfahren. Und auch das Jodeln kann man ausprobieren, Klingonisch oder Elbisch schnacken, Märchenerzählern lauschen, Instrumente wie Digeridoos oder Schlagwerkzeuge ausprobieren und vieles mehr.

Alles, was man wissen muss

Natürlich gibt es jede Menge Informationen rund ums Thema Hören. Wer beabsichtigt, sich ein Hörgerät anzuschaffen, kann sich von Selbsthilfeverbänden beraten lassen. Es gibt auch kostenlose Hörtests. Die Hörknirpse, ein Verein für Eltern hörgeschädigter Kinder, informiert über das selbstbestimmte Leben mit Hörgeräten und Cochlea-Implantaten. Es gibt auch eine Einführung in Gebärdensprache.

Das gesamte Tagesprogramm ist kostenlos, bis auf die Abendveranstaltung ab 19.30 Uhr, die allerdings auch das eigentliche Highlight der HörFidelity ist: eine konzertante Lesung von Theodor Lessings Kampfschrift „Der Lärm“. „Schon 1908 geschrieben und noch immer aktuell – und sehr unterhaltsam“, versprach Stefani Schulz vom Team Kultur der Region. Schauspieler Markus John wird den Text rezitieren, begleitet von dem Ensemble musica assoluta und der Pianistin Claire Huangci, welche die Aufführung mit Musik von Leos Janácek und Thorsten Encke untermalen, zum Abschluss ein Brandenburger Konzert von Johann Sebastian Bach spielen werden. Der Eintritt kostet 25 Euro. Vorverkauf unter www.reservix.de und www.pavillon-hannover.de. Es wird aber auch noch Karten für Kurzentschlossene an der Abendkasse geben.

Plakette für den Pavillon

Der Pavillon zähle schon seit dem Start der Hörregion vor drei Jahren zu den interdisziplinären Partnern des Netzwerks, erinnerte Regionspräsident Hauke Jagau. „Das Thema Hören spielt hier nahezu täglich eine große Rolle, und deshalb ist der Pavillon der ideale Ort für unseren ersten Tag für offene Ohren.“ Dem konnte Pavillon-Geschäftsführer Sure nur vorbehaltlos zustimmen, indem er insbesondere den interdisziplinären Charakter des Pavillons hervorhob. Als Zeichen der Mitgliedschaft erhielt Sure von Jagau eine Plakette, die künftig am Eingang des Kulturzentrums hängen soll.

Die Hörregion Hannover ist ein von der Region initiierter Zusammenschluss von mittlerweile 120 Netzwerkpartnern, die die gesamte und deutschlandweit einmalige Vielfalt der in der Region vertretenen Firmen, Einrichtungen und Akteure repräsentiert.

Von Andreas Krasselt

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