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Meine Stadt Hannover: Hagida soll im Dunkeln tappen
Hannover Meine Stadt Hannover: Hagida soll im Dunkeln tappen
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12:58 07.01.2015
Von Vera König
Quelle: michael thomas
Hannover

Der sogenannten „Hagida“ werden sich nach NP-Informationen bis zu 7000 Menschen entgegenstellen.

Mitorganisatorin Jasmin Arbabian-Vogel hat gestern die Gegen-Demo bei der Polizei angemeldet. Nach einem Friedensgebet in der Marktkirche (Beginn 17.30 Uhr) werden die zigtausend Teilnehmer ab 18 Uhr durch die City ziehen. Noch ist offen, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

Erst hatten die Planer der Initiative „Hannover sagt: Licht aus für Rassisten“ ans Rathaus gedacht. Doch weil der Trammplatz umgebaut wird, scheidet dieser Standort aus. Angeblich ist jetzt der Georgsplatz mögliches Ziel. An der Oper, so heißt es, würden sich wahrscheinlich die selbsternannten Patrioten treffen. Bleibt es dabei, wird die Initiative an die Oper appellieren, das Licht zu löschen. So wie es schon in Dresden bei der Semper-Oper und beim Kölner Dom der Fall war.

Schon jetzt steht fest, dass die Gegenbewegung „Hagida“ zahlenmäßig weit überlegen sein wird. Dort rechnet man mit nur 500 Teilnehmern. Und dass Ministerpräsident Stephan Weil und Innenminister Boris Pistorius ebenso wie OB Stefan Schostok nur Minuten nach Anmeldung der Gegen-Demo erklärten, sie reihten sich ein, macht die Mobilisierung für Islamfeindlichkeit garantiert nicht einfacher.

Deutschland ist weltoffen - das muss auch so bleiben!“, argumentiert Weil. „Wir sind eine weltoffene und tolerante Stadt. Wir akzeptieren keine fremdenfeindlichen Aktionen“, sagt Schostok. Er will alle Ratsfraktionen zur Teilnahme mobilisieren. Denn: „Wir haben in Hannover ein gutes Miteinander der Religionen. Hannover heißt Flüchtlinge willkommen.“

Schostok warnt davor, die „Pegida“-Bewegung zu unterschätzen. Ihre Ausländerfeindlichkeit sei „hochpolitisch“ und „demokratiefeindlich“. Der OB: „Das können und wollen wir nicht akzeptieren. Und da müssen wir sehr eindeutig reagieren.“ Auch die Gewerkschaften machen mit beim Gegenprotest. DGB-Chef Reiner Eifler ruft das Bündnis „Bunt statt braun“ auf, sich daran zu beteiligen.

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