Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: HCC verbessert sich – Gewinneinbruch bei den Häfen
Hannover Meine Stadt Hannover: HCC verbessert sich – Gewinneinbruch bei den Häfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:57 27.05.2019
Verbesserte Zahlen: Das HCC-Geschäftsjahr 2018 verlief aus Sicht der Stadt erfolgreich.
Verbesserte Zahlen: Das HCC-Geschäftsjahr 2018 verlief aus Sicht der Stadt erfolgreich. Quelle: Stratenschulte/dpa
Anzeige
Hannover

Das Hannover Congress Centrum (HCC) bleibt ein Zuschussbetrieb. Allerdings steigerte der städtische Eigenbetrieb in 2018 sein operatives Ergebnis auf 963.000 Euro. 2017 waren es 827.300 Euro gewesen. Und das obwohl der Umsatz auf 17,9 Millionen Euro sank. Im Vorjahr waren es noch 19,1 Millionen Euro gewesen.

Der Zuschussbedarf für das HCC aus dem städtischen Haushalt lag bei 1,79 Millionen Euro und damit leicht über dem des Jahres 2017 mit 1,7 Millionen Euro. Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette sah dennoch ein „sehr erfolgreiches Geschäftsjahr“, trotz „zunehmender Unwägbarkeiten im nationalen und internationalen Umfeld sowie der erhöhten Wettbewerbsintensität“ sei das bisherige Rekordergebnis 2017 operativ noch einmal verbessert worden. Auch habe das HCC deutlich über dem verabredeten Zielkorridor von 400.000 Euro gelegen.

Niedrigwasser macht Häfen zu schaffen

HCC-Chef Joachim König machte das unter anderem an einem „sehr guten Ergebnis im Catering-Bereich der HDI-Arena“ fest. Eine positive Entwicklung zeichne sich auch 2019 schon ab, vor allem wegen des Konzertgeschäfts im HCC und der HDI-Arena.

Auch die Häfen führt die Stadt noch in Eigenregie. Sie mussten 2018 allerdings Einbußen beim Gewinn verkraften. Dieser lag 2018 nur noch bei 861.000 Euro. 2017 waren es 1,46 Millionen Euro gewesen. Die Stadt begründet das mit dem starken Wettbewerb in der Logistikbranche sowie dem monatelang andauernden Niedrigwasser des Rheins und der Elbe, das die Binnenschifffahrt ausbremste. Der Umsatz sank von 17,7 auf 17,1 Millionen Euro.

CDU: Stadt missbraucht Häfen als „Schattenhaushalt“

Es war allerdings nicht diese Entwicklung, die die CDU im Rat verärgerte. Jesse Jeng, der in der Fraktion für die Häfen zuständig ist, wirft der Stadt vor, dass diese den Betrieb „ausbluten“ lasse. Damit ihr eigener Haushalt besser aussehe, zwinge die Verwaltung die Häfen zu einer höheren Ausschüttung, als sie diese langfristig verkraften könnten. Diese liege mit 1,5 Millionen Euro deutlich über dem Gewinn von 861.000 Euro. „Einem privaten Unternehmen, das so wirtschaftet, würde keine Bank einen Kredit geben“, ärgert sich Jeng.

Er wirft der Stadt vor, die Hafengesellschaft als „Schattenhaushalt“ zu nutzen, um sich selbst eines ausgeglichenen Haushaltes rühmen zu können. „Diese unseriöse Praxis muss sofort eingestellt werden“, fordert Jeng.

Von Christian Bohnenkamp