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Meine Stadt Hannover: Greenpeace steigt für die Arktis aufs Rad
Hannover Meine Stadt Hannover: Greenpeace steigt für die Arktis aufs Rad
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16:16 05.10.2014
MENSCH IN EISBÄRENKOSTÜM: Einige Greenpeace-Aktivisten trugen weiße Tiermasken und künstliche Felle.
MENSCH IN EISBÄRENKOSTÜM: Einige Greenpeace-Aktivisten trugen weiße Tiermasken und künstliche Felle. Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

300 zum Teil kostümierte Umweltschützer nahmen am Nachmittag an einer Fahrraddemonstration zum Schutz der Arktis Teil.

Die Aktion „Ice Ride“ fand zeitgleich in 160 Städten in 32 Ländern statt. Greenpeace forderte so das russische Erdgasförderungsunternehmen Gazprom auf, die Ölförderung in der Petschoraseeeinzustellen.

In Hannover begann der Protest um 14 Uhr am Küchengarten in Linden. „Das Zeitalter der fossilen Energie ist zu Ende“, erklärte Greenpeace-Sprecher David Petersen. Er kritisierte, dass das Schmelzen der Arktis von verschiedenen Ölkonzernen offensichtlich begrüßt werde. Dabei sei das „total verantwortungslos“ und „wahnsinnig riskant“.

„Es gibt keinen wirksamen Notfallplan, sollte in den neu erschlossenen Gebieten etwas passieren“, so Petersen. Denn Rettungsteams könnten im Winter kaum rechtzeitig in dem schwer zugänglichen Raum tätig werden.

„Die Politik soll handeln und nicht nur fade Lippenbekenntnisse abgeben“, so der Greenpeace-Sprecher. Aber auch alle anderen Menschen nahm er in die Pflicht: „Jeder hat seinen Handlungsspielraum, das muss man sich bewusst machen“.

Michael Struck (51) war extra mit dem Rad aus Hildesheim gekommen, um an der Demo teilzunehmen. Er sagte: „Es kann so nicht weiter gehen. Wir nehmen bereits so viel Platz auf der Erde ein, deswegen sollten wir heute noch wilde Gebiete jetzt auch einfach mal unberührt lassen.“

Tobias Weltz