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Meine Stadt Hannover: Glocken läuten europaweit
Hannover Meine Stadt Hannover: Glocken läuten europaweit
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18:21 11.09.2018
KUNSTVOLL: OB Stefan Schostok mit der Ratsglocke, die dem Ratsvorsitzenden Thomas Hermann gehört, vor der Vitrine mit den Ausstellungsglocken im Kestner-Museum. Quelle: Krasselt
Hannover

Glocken begleiten die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Dabei haben sie vielfältige Funktionen: von der Kuhglocke bis zum Ordnungsinstrument in Ratsversammlungen. Auch die Nazis läuteten ihr tausendjähriges Reich mit dem Klang von Glocken ein, die sie anschließend einschmolzen und zu Kanonen verarbeiteten. Doch viel öfter noch läuteten Glocken für den Frieden.

Deshalb werden europaweit und auch in Hannover am Internationalen Friedenstag, dem 21. September, kirchliche und weltliche Glocken von 18 Uhr bis 18.15 Uhr zeitgleich im Einklang läuten –als Mahnung zu Frieden und Verständigung gerade auch in unruhigen Zeiten. Das Europäische Glockenläuten ist Teil des Europäischen Kulturerbejahres, mit dem die EU-Kommission an das Verbindende in der europäischen Völkergemeinschaft erinnern will. Das Motto: „Friede sei ihr erst Geläute!“ entstammt dem Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich Schiller und bildet dort den Schlussappell.

Noch immer seien es Kriege, von Menschen gemacht, die das Gesicht der Welt entstellten, sagte der Stadtsuperintendent des evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbands Hannover, Hans-Martin Heinemann am Dienstag bei der Vorstellung der Aktion. Angesichts der historisch nicht immer christlichen Nutzung des Glockenläutens sei die Kirche zwar zurückhaltend beim Einsatz der Glocken jenseits des Gebets und der Andacht. „Aber sie läuten wesentlich auch für den Frieden“, betonte er, weshalb sich die meisten Gemeinden der Stadt am gemeinsamen Geläut beteiligten. „51 der 60 Gemeinden haben sich zurückgemeldet, eine wunderbare Resonanz.“

Für OB Stefan Schostok ist das gemeinsame Läuten auch ein wichtiges Symbol gegen den aufflammenden Rassismus. „Frieden und ein friedliches Zusammenleben sind nicht selbstverständlich, sondern erfordern stets entschiedenen Einsatz aller demokratischen Kräfte der Gesellschaft“, betonte er. Als Vizepräsident des weltweiten Städtebündnisses Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) wolle die Stadt damit auch ein weit hörbares Zeichen für die „gemeinsamen europäischen Werte der Freiheit, der Solidarität und des Friedens“ setzen.

Das Glockenläuten ist aber nur der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen vom 14. bis zum 21. September – mit der Glocke im Mittelpunkt. Nicht nur als Symbol des Friedens, sondern auch Kunstwerk, etwa in einer kleinen Ausstellung im Kestner-Museum, oder auch als Musikinstrument. Letzteres demonstriert das Handglocken-Trio als Teil des hannoverschen Handglocken-Chors um Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn zur Eröffnung des Veranstaltungsreigens am 14. September um 18.30 Uhr im Neuen Rathaus mit einem Konzert.

 

Die Woche endet nach dem europaweiten Glockenläuten mit einem multireligiösen Friedensgebet in der Marktkirche. Das komplette Programm findet sich im Internet unter www.hannover.de unter dem Suchbegriff: „Friede sei ihr erst Geläute“.

Von Andreas Krasselt

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