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Meine Stadt Druckerei-Fusionen fördern Standort Hannover
Hannover Meine Stadt Druckerei-Fusionen fördern Standort Hannover
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08:30 25.06.2019
GEHEN ZUSAMMEN: Der Druckereistandort Hannover wird durch die Fusion von Quensen Druck und BWH gestärkt. Armin Ahrens, Michael Motz, Thomas Quensen, Thomas Masselink (von links) leiten das neue 140 Mann-Unternehmen in Hannover-Mühlenberg dann gemeinsam. Quelle: Dröse
HANNOVER

Hannover, Hildesheim und Laatzen machen gemeinsam Druck: Nach rund eineinhalbjährigen Verhandlungen gehen die Unternehmen Quensen Druck aus Hildesheim, deren Tochtergesellschaft Steppat Druck aus Laatzen und die BWH (Buchdruckwerkstätten Hannover) aus dem Stadtteil Mühlenberg als gemeinsames Unternehmen ab dem 1.Januar 2020 an den Start. Firmensitz wird das BWH-Gelände an der Beckstraße. In den hannoverschen Standort will das neue Druckunternehmen – dessen Name noch nicht feststeht – zwischen zwei bis drei Millionen Euro investieren –in eine neue Druckmaschine und in die Erweiterung der Produktionshalle. Das neue Unternehmen beschäftigt dann 140 Mitarbeiter.

Gewerkschaft IG BCE ab 2020 Mit-Gesellschafterin

Die Fusion von gleich drei Unternehmen ist in der Druckbranche äußerst selten, in Zeiten der Digitalisierung und des damit verbundenen Wandels aber sinnvoll, finden Armin Ahrens, Michael Motz, Thomas Quensen und Thomas Masselink, die ab Januar 2020 dann gleichberechtigte Geschäftsführer mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkten sind. Die vier, dazu die Gewerkschaft IG BCE (über die BWH) und die SPD sind zudem die neuen Gesellschafter des neuen Unternehmens. „Wir wollen uns breiter aufstellen, Ressourcen heben und auch eine Art Konsolidierung einleiten, indem wir unsere Maschinen teilen“, sagt Thomas Masselink von der BWH. Oder anders ausgedrückt: „Wir wollen mehr PS auf die Straße bringen.“

STANDORT: In Hannover-Mühlenberg produziert seit 1994 die BWH Druckerzeugnisse. Ab Januar 2020 soll dort das neue Unternehmen aus den drei fusionierten Betrieben ihren Sitz haben. Quelle: Dröse

Gelände der neuen Firma wird um 2500 Quartmeter erweitert

Thomas Quensen von Quensen Druck hatten den Anstoß zur Fusion gegeben – weil das Laatzener Gelände der Tochtergesellschaft nur gemietet ist und der Eigentümer das Gelände jetzt verkaufen will. „Wir aber wollen nicht kaufen, deshalb müssen wir uns nun verändern“, so Quensen. Das Grundstück vom Hildesheimer Stammhaus wolle er veräußern, sobald in Mühlenberg das Produktions-und Verwaltungsgelände um die geplanten 2500 Quadratmeter erweitert worden ist – Mitte 2020 soll es am liebsten soweit sein. Eine Bauvoranfrage bei der Stadt sei bereits grundsätzlich als positiv eingestuft worden, berichtet Michael Motz. Das Gelände der neuen Firma ist dann 5000 Quadratmerter groß. Von seiner Laatzener Liegenschaft will sich Quensen Druck zum Jahreswechsel trennen.

Mitarbeiter behalten ihre Jobs – Suche nach neuen Kräften

Die Belegschaften der drei Unternehmen haben die Geschäftsführer in einer zeitgleich einberufenen Betriebsversammlung Ende vergangener Woche informiert – und ihnen zugesichert, dass kein Job verloren gehe, berichtet Thomas Masselink. Im Gegenteil: „Wir hoffen, Personal einstellen zu können bei dem was wir noch vorhaben.“ Dabei rücke das Thema Digitalisierung unweigerlich in den Mittelpunkt, seit 2010 liefert BWH etwa die Inhalte für die Computerwoche schon über ein vollständiges Redaktionssystem übers Internet.

Die Fusionspartner

HANNOVER. Zwei Partner auf Augenhöhe: Die Quensen Druck + Verlag GmbH aus Hildesheim und die BWH GmbH aus Hannover-Mühlenberg sind mit jeweils knapp 70 Mitarbeitern und Jahresumsätzen von zwölf, beziehungsweise 13 Millionen Euro zwei gleichgr0ße Unternehmen in der Druckbranche. Die Steppat Druck GmbH aus Laatzen wurde zum 2. Januar 2016 eine Tochtergesellschaft der Quensen-Gruppe. Das neue Unternehmen aus diesen drei Firmen hat künftig vier Geschäftsführer: Armin Ahrens und Thomas Quensen von Quensen Druck sowie Michael Metz und Thomas Masselink von der BWH GmbH. Sitz des neuen Unternehmens wird das Firmengelände der BWH in Hannover-Mühlenberg. Die Fusion findet zum 1.Januar 2020 statt.

Die BWH (Buchdruckwerkstätten Hannover) wurde wenige Monate nach Kriegsende 1945 in Hannover-Linden als reine Druckerei für Zeitungen und Zeitschriften gegründet – auch durch den SPD-Ortsverein Hannover. 1994 dann der Umzug vom Schwarzen Bären zur Beckstraße im Stadtteil Mühlenberg, verbunden mit dem Neubau eines Produktions-und Verwaltungshauses. BHW hat fünf Geschäftsbereiche: Druck, Digitale Meden, Verpackung, Lettershop und Prozessoptimierung.

Quensen Druck wurde 1862 in Lamspringe (Landkreis Hildesheim) als Buchbinderei, Papierhandel und gegründet und wurde kurze Zeit danach noch Hoflieferant für Bibliotheken. 2003 übernahm das Familienunternehmen die in Hildesheim ansässige Hildesheimer Druck-und Verlagsgesellschaft (ehemals Hildesheimer Presse), einher ging damit auch ein Firmenumzug nach Hildesheim-Bavenstadt. Insgesamt sind bis heute vier Druckbetriebe in der Unternehmung aufgegangen. Einen Standort unterhält Quensen Druck noch in Goslar, weil der Betrieb 2009 die dort ansässige Creativ Print and more GmbH übernommen hatte.

Von Andreas Voigt

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