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Meine Stadt So will die SPD Kinderarmut bekämpfen
Hannover Meine Stadt So will die SPD Kinderarmut bekämpfen
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00:16 26.02.2019
Kampf gegen Kinderarmut: Die SPD-Ratsfraktion präsentierte am Sonnabend ihren Forderungskatalog. Auf dem Foto: Staatssekretär Heiger Scholz, Antje Richter-Kornweitz, Afra Gamoori, Kerstin Tack, Christopher Finck, Christine Kastning (von links).
Kampf gegen Kinderarmut: Die SPD-Ratsfraktion präsentierte am Sonnabend ihren Forderungskatalog. Auf dem Foto: Staatssekretär Heiger Scholz, Antje Richter-Kornweitz, Afra Gamoori, Kerstin Tack, Christopher Finck, Christine Kastning (von links). Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Mehr als jedes vierte Kind in Hannover lebt in einer Familie, die Hartz IV bezieht. Auch diese Jungen und Mädchen müssen die Möglichkeit bekommen, der Sozialleistungsfalle zu entkommen, meint die SPD-Ratsfraktion. Seit einem Jahr suchen die Politiker nach Maßnahmen, wie Kinderarmut effektiv bekämpft werden kann. Sechs Monate lang tauschten sie sich aus mit Vereinen Gewerkschaften, Sozialverbänden, Vertretern von Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen. Herausgekommen ist ein Forderungskatalog, den die SPD am Sonnabend bei ihrer Veranstaltung „Gemeinsam Chancen schaffen gegen Kinderarmut“ im Alten Rathaus vorstellte.

„Hannover ist die Ideen-Schmiede zur Bekämpfung von Kinderarmt“, sagen Afra Gamoori, schul- und bildungspolitische Sprecherin, und Christopher Finck, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion. Die Verbesserungsmöglichkeiten, die sie und ihre Mitstreiter zusammengetragen haben, übergaben sie am Sonnabend Vertretern der Kommune, des Landes und des Bundes. Symbolisch überreichten sie die Forderungen in Paketen – Hannovers Schul- und Bildungsdezernentin Rita Rzyski nahm ein Päckchen als Vertreterin der Kommune entgegen, Heiger Scholz, Staatssekretär im Niedersächsischen Sozialministerium, für das Land, und Kerstin Tack, SPD-Bundestagsabgeordnete, für den Bund.

Von Hannover verlangen die Politiker, dass Familienzentren weiter gestützt werden. Sie fordern vom Land einen Ausbau des Projekts „Schule plus“, mit dem aktuell 20 Schulen in Niedersachsen – acht davon in Hannover – gefördert werden. „Das reicht nicht“, sagt Gamoori. 50 Schulen, wo es Hilfe für Kinder mit Migrationshintergrund und Familien mit emotionalen Unterstützungsbedarf gibt, sollten mindestens gefördert werden. Beim Bund mahnt die SPD-Ratsfraktion die Kindergrundsicherung und eine Mindestausbildungsvergütung für Jugendliche an.

Von NP