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Meine Stadt Feinstaub: Wie ist die Luftqualität aktuell in Hannover?
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Hannover: Feinstaub, Ozon und mehr - Wie ist die Luftqualität aktuell?

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18:18 05.01.2022
Messgeräte stehen auf einer Luft-Messstation. 
Messgeräte stehen auf einer Luft-Messstation.  Quelle: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
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Hannover

Wie ist die Luftqualität in Hannover? Wir zeigen an dieser Stelle die Daten der Messstation in der Göttinger Straße in Linden-Süd. Sie erfasst, wie viele Feinstaub-Partikel der Größe PM10 pro Kubikmeter Luft gemessen werden. Der entscheidende Grenzwert beträgt 50 Partikel pro Kubikmeter Luft – er darf pro Jahr 35-mal überschritten werden, dann müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um EU-Strafen zu vermeiden.

Wie ist die Luftqualität aktuell in Hannover?

Wie sind die Messwerte für Luftqualität einzuschätzen?

Gemessen werden drei Werte: Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon. „Sehr schlecht“ ist die Luft, wenn einer der drei Werte seinen höchsten Grenzwert überschreitet: 200 μg/m³ bei Stickstoffdioxid, 100 μg/m³ bei Feinstaub und 240 μg/m³ bei Ozon. Die Grenzwerte für „schlechte“ Luft liegen dementsprechend (in gleicher Reihenfolge) bei 101-200, 51-100 und 181-240. „Mäßig“ ist die Luft, wenn ein Spitzenwert in in diesen Bereichen liegt: 41-100, 35-50 und 121-180.

Gemessen wird jeweils das Stundenmittel (Stickstoffdioxid und Ozon) beziehungsweise das stündlich gleitende Tagesmittel (Feinstaub).

Was sollte ich tun, wenn die Luftqualität „schlecht“ oder „sehr schlecht“ ist?

Sehr schlecht: „Negative gesundheitliche Auswirkungen können auftreten“, schreibt das Umweltbundesamt. „Wer empfindlich ist oder vorgeschädigte Atemwege hat, sollte körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden.“

Schlecht: Bei empfindlichen Menschen könnten laut Umweltbundesamt nachteilige gesundheitliche Wirkungen auftreten. „Diese sollten körperlich anstrengende Tätigkeiten im Freien vermeiden“, heißt es bei der Behörde. „In Kombination mit weiteren Luftschadstoffen können auch weniger empfindliche Menschen auf die Luftbelastung reagieren.“

Mäßig: „Kurzfristige nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit sind unwahrscheinlich“, schreibt das Umweltbundesamt. Allerdings könnten Effekte durch Luftschadstoffkombinationen und bei langfristiger Einwirkung des Einzelstoffes nicht ausgeschlossen werden. Die Wirkung der Schadstoffe könne durch zusätzliche Reize wie Pollenflug verstärkt werden, so dass Effekte bei empfindlichen Personengruppen (z.B. Asthmatikern) wahrscheinlicher würden.

Gut: Grünes Licht vom Umweltbundesamt: „Genießen Sie Ihre Aktivitäten im Freien, gesundheitlich nachteilige Wirkungen sind nicht zu erwarten.“

Sehr gut: „Beste Voraussetzungen, um sich ausgiebig im Freien aufzuhalten“, heißt es vom Umweltbundesamt.

Wie schädlich ist das Feuerwerk an Silvester für die Umwelt?

Für die Umwelt insgesamt sei Silvesterfeuerwerk nicht zwingend ein großes Problem, sagt ein Sprecher des Umweltbundesamtes. „Im Vergleich zur ganzjährigen Belastung ist das nicht so relevant.“ In den Stunden nach Mitternacht könne sehr viel Feinstaub in der Luft verteilt sein, später nehme die Belastung wieder ab. Wie schnell das gehe, hänge vom Wetter ab: Bei etwas Wind seien die Rückstände des Feuerwerks schnell verteilt und weggeweht.

Eine sogenannte Inversionswetterlage mit einer unbeweglichen Kaltluftschicht am Boden und ohne Wind könne aber zu stundenlangen Feinstaubbelastungen besonders in den Städten führen, sagte der Sprecher. Der einzelne Mensch könne sich dem aber gut entziehen, in dem er in der Silvesternacht weitgehend im Haus bleibe.

Wie entwickelt sich der Feinstaub-Wert an Silvester im Vergleich zu den Vorjahren?

Woraus besteht der Qualm bei Feuerwerk?

Feuerwerksqualm besteht zu großen Teilen aus Feinstaub. Das sind winzige Staubteilchen, die nur Bruchteile eines Millimeters groß und für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, aber der Gesundheit schaden können, wie das Umweltbundesamt in einer Broschüre schreibt.

Durch Feuerwerk wurden jedes Jahr rund 2050 Tonnen Feinstaub freigesetzt, 1500 Tonnen (75 Prozent) davon in der Silvesternacht. Die Menge entspricht etwa einem Prozent der insgesamt freigesetzten Feinstaubmenge in Deutschland im Jahr. Die Belastung in der Nacht war also deutlich höher als an normalen Tagen, aber verändert den Jahreswert nur minimal.

Von RND/kha/dpa