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Meine Stadt Hannover: Familien-Frust im Ferienflieger
Hannover Meine Stadt Hannover: Familien-Frust im Ferienflieger
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18:14 24.07.2018
AM AIRPORT HANNOVER: Eine Boeing 737-800 der für Air Cairo fliegenden AMC Airlines. Kleines Bild: Fluggäste warten in der Fluggastbrücke in Hurghada. Am unteren Bildrand sieht man eine Flugbegleiterin, die eine an Kreislaufproblemen leidende Passagierin versorgt. Quelle: Fotos: Flughafen/privat
Langenhagen

„Der Frust vor dem Fliegen“ – so lautete die Überschrift zu einem NP-Artikel über Flugverspätungen am Airport Hannover. Daraufhin meldete sich eine Familie aus Ronnenberg. Die Tui-Urlauber – Vater, Mutter und zwei Söhne – saßen in einem der Jets. Vater Rainer F. (46, Name geändert) berichtet von einer „Service-Wüste über den Wolken“ und einen Veranstalter, den das nicht zu interessieren scheint – kurz: über den Frust vor, während und nach dem Fliegen.

Zehn Tage Hurghada, ein sonniger Badespaß für die ganze Familie – das hatte Familie F. bei der hannoverschen Tui gebucht. Der Rückflug sollte sonntags starten. Allerdings nicht mit der deutschen Tui-Airline Tuifly, sondern mit der ägyptischen Air Cairo. Die ließ den Flug von der ebenfalls ägyptischen AMC Airlines durchführen.

Flug SM 493 sollte um 14 Uhr abheben. „Unsere reservierten Sitzplätze haben wir nicht erhalten. Wir konnten nicht in einer Reihe sitzen“, moniert Familienvater F.

Gegen 13.45 Uhr seien die Piloten, dann die Flugbegleiter erschienen. „Die Passagiere durften bereits einsteigen – entsprechend chaotisch war die Situation.“ Eine Stunde habe man in der aufgeheizten Kabine gesessen.

Dann sei ein Lkw mit einer mobilen Klimaanlage vorgefahren. Ein dicker Schlauch, aus dem kühle Luft kam, sei in die Kabine gelegt worden. Infos habe es nur gegeben, weil Mitreisende, die Arabisch konnten, Gespräche der Crew verstanden hätten. Demnach sei das Startzeitfenster verpasst worden, weil „die Crew zu spät kam“.

Nach 1,5 Stunden sei ein kleiner Becher Wasser gereicht worden. „Die Leute waren in Aufruhr“, berichtet F. Eine Passagierin, Mitte 40, sei kollabiert und von einer mitreisenden OP-Schwester versorgt worden. Um 16 Uhr hätten alle von Bord gemusst – in die Fluggastbrücke. „Es hieß: ,Dieser Flieger fliegt nicht mehr nach Hannover’.“ Im heißen Gang sei die zuvor kollabierte Passagierin versorgt worden: „Sie war ansprechbar, hatte aber deutliche Kreislaufprobleme. Mitreisende gaben ihr Wasser und Kekse“, berichtet F.

Nach Infos mitreisender Ägypter sollen sich dann die Piloten gestritten haben, so F. Einer habe befürchtet, dass man wegen der Verzögerungen nicht mehr in Hannover zum Rückflug hätte starten können. Doch der Kopilot habe von der 24-Stunden-Öffnung gewusst.

Dann sollten die Gäste zurück in den Jet, der gegen 17.15 Uhr abhob. „Wir hatten nur drei kleine Becher Wasser erhalten“, klagt F. Er ging zur Bordküche, wollte Getränke kaufen. „Der Flugbegleiter daddelte mit dem Smartphone und sagte: ,No Service, Sir’, wandte sich ab und ließ mich stehen“, so F.

Fazit des Ronnenbergers: „Nie wieder Air Cairo – so ein dreckiges Flugzeug, so eine schlechte Crew.“ Er beschwerte sich beim Reiseveranstalter Tui und forderte finanzielle Entschädigung. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten der Gäste sehr“, sagte eine Tui-Sprecherin. Vom Kundenservice hieß es: „Generell gelten bei Pauschalreisen Flugverspätungen bis zu vier Stunden als zumutbar. Aus diesem Grund sehen wir keine Möglichkeit für einen Ausgleich. Bitte wenden Sie sich (...) direkt an die Airline.“

F. ist sauer, sucht aktuell einen Fachanwalt.

Von Andreas Körlin

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