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Meine Stadt 110-Trick: Falsche Polizisten erbeuten 20.000 Euro
Hannover Meine Stadt 110-Trick: Falsche Polizisten erbeuten 20.000 Euro
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14:59 07.06.2019
Trickbetrüger gaben sich als Polizisten aus. Quelle: dpa
Hannover

Schon wieder: Eine ältere Frau ist am Donnerstagnachmittag in Kirchrode Opfer eines Trickbetrugs geworden. Die Täter gaben sich als Polizeibeamte aus und überzeugten die Seniorin, ihr Erspartes im Park vor ihrem Wohnhaus an der Tiergartenstraße zu deponieren. Kurz darauf waren die 20.000 Euro weg.

Angebliche kriminelle Vorgänge

Die Masche der falschen Polizisten: Bereits am Mittwochabend gegen 22 Uhr hatte die Seniorin einen Anruf von einer männlichen Person erhalten, die sich als „Herr Kramer von der Polizei“ vorstellte. Er erzählte der Seniorin, dass er von kriminellen Vorgängen bei der Bank erfahren habe, bei der sie ein Konto hat. Damit sie seine Angaben überprüfen könne, gab der Anrufer ihr eine angebliche Vorgangsnummer und wies sie an, 110 zu wählen.

Technischer Telefontrick

Nun kam noch ein technischer Trick hinzu: Der vorgebliche Polizist gab vor das Gespräch zu beenden, legte aber nicht auf. Stattdessen spielten die Betrüger das übliche „Beendet-Signal“ ein, sodass die Seniorin glaubte, ihr Gesprächspartner habe aufgelegt. Sie selbst beendete das Gespräch an ihrem Apparat daraufhin nicht, sondern wählte unmittelbar die 110. Dabei wurde jedoch keine neue Verbindung aufgebaut. Stattdessen nahm ein anderer Betrüger das Gespräch wieder auf und meldeten sich als Notruf.

Dieser stellte sich als Herr Gehrke vor und bestätigte die Angaben seines Komplizen. Zudem wollte er wissen, wie viel Geld die Dame ungefähr auf ihrem Konto hätte. Von diesem falschen Polizisten bekam sie die Vorgabe, bis zum folgenden Morgen mit niemandem über den Anruf und den Sachverhalt zu sprechen, da die Ermittlungen noch liefen. Man würde sich für weitere Anweisungen wieder bei ihr melden.

Frau deponierte Geld in einem Mülleimer

Am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr erhielt die Seniorin schließlich einen Anruf von einem vorgeblichen Polizeibeamten Fischer, der sie anwies, 20.000 Euro von der Bank abzuholen. Gegen Mittag meldete sich erneut Herr Kramer. Er berichtete der Frau, dass die Bank ihr lediglich Falschgeld ausgezahlt hatte, welches die Polizei jetzt abholen müsste. Auf seine Anweisung hin deponierte sie das Geld gegen 14.45 Uhr in einem Mülleimer im Park zwischen ihrem Wohnhaus und dem Klinikum Henriettenstift. Kurz darauf war es verschwunden.

Polizei rät: Roten Knopf am Telefon drücken

Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise geben können. Vor allem zu der Person, die zwischen 14.45 Uhr und 15 Uhr einen braunen Umschlag aus einem Mülleimer im Park der Seniorenwohnanlage an der Tiergartenstraße geholt hat. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0511/109 55 55 entgegen.

Zudem weisen die Ermittler ausdrücklich darauf hin, bei Anrufen von vorgeblichen Polizeibeamten das Gespräch durch Auflegen des Hörers oder Drücken des roten Knopfes eigenständig zu beenden und erst anschließend die 110 zu wählen.

Von Simon Polreich

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