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Meine Stadt Hannover: Heute Eröffungs- und Familienfest im Erlebnishof Wakitu
Hannover Meine Stadt Hannover: Heute Eröffungs- und Familienfest im Erlebnishof Wakitu
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08:34 28.04.2019
Quelle: Rainer Droese
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Hannover

„Eigentlich haben wir uns ein paar Steine und Stöcke aus der Eilenriede geholt, und uns was einfallen lassen“, sagt Jan Biskup leicht scherzhaft. Die Steine zumindest stammen aus dem Fachhandel. Es sind eher große Felsbrocken, große Findlinge aus Sandgruben, die extra angeschafft wurden. Dafür lässt sich auf ihnen prima herumklettern. „Hüpfen, springen und balancieren, darum geht es. Wir bieten hier ein großes Spiel- und Bewegungsprogramm an.“

Hier, das ist der Wakitu in der Eilenriede, längst nicht mehr nur Abenteuerspielplatz, und seit Kurzem auch mehr als ein Erlebnishof. Nach der Umgestaltung im vergangenen Jahr präsentiert sich die Anlage als Erlebnispädagogisches Zentrum Wakitu. Obwohl die Umgestaltung bereits im Herbst abgeschlossen war, wird jetzt am Sonntag die große, offizielle Eröffnung mit einem Familienfest gefeiert.

Ein bisschen was für die Älteren

Die Umgestaltung sei in Zusammenarbeit mit Jugendlichen der hannoverschen Parcours-Community geplant worden, sagt Biskup, Sozialpädagoge im städtischen Fachbereich Jugend und Familie und dort neben dem Wakitu auch für das Jugendsportzentrum zuständig. „Das ist hier ein bisschen was für die Älteren“, sagt er, „so ab zehn Jahre.“ Eine Ergänzung zu dem Spielplatz nebenan. Eine Ergänzung, die auch von den noch älteren offenbar gern genutzt wird. „Wir sehen hier auch Großeltern mit ihren Enkeln den Parcours ablaufen.“

Ein Parcours ist eine Art Hindernisstrecke, die man eben über die Hindernisse hüpfend, springend und auf ihnen balancierend bewältigen sollte, ohne mit den Füßen den Boden zu berühren. Da gibt es gleich rechts vom neuen Eingang einen kleinen, scheinbar naturbelassenen Parcours mit Baumstämmen und den dicken Findlingen. Links vom Eingang erstreckt sich jedoch noch eine längere Strecke, deren Hindernisse sowohl von natürlichen als auch künstlichen Elemente gebildet werden. Die einem auch schon einiges an Geschick abverlangt.

Baumstämme wie Mikadostäbe

Zu Beginn balanciert man noch recht simpel über zwei Baumstämme, daran schließen sich in einem Rechteck aufgestellte, gleichmäßig geformte Steinquader. Danach aber werden die Herausforderungen immer anspruchsvoller. Mal liegen Baumstämme wie Mikadostäbe kreuz und quer übereinander, mal sind es senkrecht im Boden stehende Pfähle, die nur auf kleinen Trittspalten Halt bieten. An anderer Stelle gilt es gar auf Seilen zu balancieren.

Auf einer Fläche von etwa 4500 Quadratmetern ist ein vielfältiges Bewegungsangebot entstanden – eine Herausforderung an die Geschicklichkeit der Kinder und Jugendlichen. Aber auch Erwachsene dürfen sich auf die Parcours trauen.

„Wir bieten das auch für Gruppen an“, ergänzt Biskup. Da gehe es dann darum, sich gegenseitig zu helfen, aber eventuell auch noch besondere Aufgaben zu lösen. „Wir wollen die Risikokompetenz fördern. Das geht nur über Herausforderungen.“ Natürlich könne es mal Verletzungen geben. „Ein Knie anstoßen, das passiert auch auf dem Spielplatz.“ Ist die Anlage nicht für ein Gruppenevent, die wenn, dann vormittags stattfinden, geschlossen, ist sie rund um die Uhr zugänglich. Für jeden. „Hier kommen auch Jogger vorbei, um das Lauftraining zu ergänzen.“

Regelmäßiges Veranstaltungsprogramm

Die Umgestaltung des Wakitu hat laut Stadtverwaltung rund 210 000 Euro gekostet. Die Anlage sei mit Experten der Erlebnispädagogik entwickelt worden und erfülle drei Funktionen: als Spielplatz, als Sportplatz und zur Förderung der Gruppendynamik. Gerade auch für Letzteres bietet das Wakitu-Team spezielle Veranstaltungen an. Regelmäßig jeden Dienstag wird geschnitzt, was das Messer hält, mittwochs wird über dem offenen Feuer gekocht und gebrutzelt, donnerstags werden Dinge angefertigt, die man zum Outdoor-Abenteuer braucht und in einer anderen Gruppe kann man lernen, sich in der Natur zu bewegen. Alle Angebote starten jeweils um 17 Uhr und dauern zwei Stunden. Sie sind bis auf eventuelle Materialkosten kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Viermal im Mai finden Feuer-Mach-Kurse statt. In dem großen Tipi im nicht öffentlich zugänglichen Bereich können Kinder ab zehn Jahren den gefahrlosen und verantwortungsvollen Umgang mit Feuer lernen. Im Juni wird es dann in den Abendstunden romantisch: Jeden Freitag gibt es von 19 bis 22 Uhr eine Lagerfeuer-Session von verschiedenen Musikern angeleitet. Zum Start am 7. Juni hat sich der bekannte Songwriter Robby Ballhause angekündigt. Für derartige Events wurde extra eine kleine Bühne mit einem vorgelagerten Feuerplatz gebaut. Am 3. Juli wird der Ferienbeginn mit einer großen Schools-Out-Party von 19 bis 24 Uhr gefeiert.

An mehreren Sonntagen sind Familienfeste geplant. Den Auftakt macht eben die Eröffnungsfeier, die von Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski um 14 Uhr offiziell gestartet wird.

Das Eröffnungsfest am Sonntag

Das Eröffnungs- und Familienfest am Sonntag, dem 28. April, wird um 14 Uhr von Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski offiziell gestartet. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zwischen 15 und 17 Uhr gibt es verschiedene offene Mitmach-Aktionen: Feuer machen und kokeln, balancieren auf der Slackline, Parcour laufen, Feuer-Jonglage und Kutschfahrten durch die Eilenriede. Auch im Seilgarten, üblicherweise nur für Gruppenangebote geöffnet, kann dann geklettert werden.

In der Feuerküche können sich die Besucher verschiedene Leckereien selbst zubereiten, die Zutaten stehen zur Verfügung. Ab 17 Uhr startet eine Lagerfeuer-Session mit den Künstlern Rieke Staack und Jürgen Winkler. Um 18.30 Uhr endet die Eröffnungsveranstaltung mit einer Feuershow des Künstler Jonas Rother von Fire Arts & Modern Circus.

Von Andreas Krasselt