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Meine Stadt Hannover: Ekel-Alarm am FKK-Teich
Hannover Meine Stadt Hannover: Ekel-Alarm am FKK-Teich
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18:33 06.02.2019
Hannover, Ricklinger Kiesteiche, 7m Teich Gewässerverschmutzung, Foto: Rainer Droese Quelle: Rainer_Droese
Hannover

Die seltsame Wasserverschmutzung an den Ricklinger Kiesteichen ist offenbar von weit größerem Ausmaß als zunächst angenommen. Laut dem Vorsitzenden des Fischereivereins Hannover, Heinz Pyka, hätten sich auch bei ihm mehrere Gewässerschutzbeauftragte gemeldet und von dem weiß-bläulichen und schmierigen Belag berichtet, der sich auf der Oberfläche des Sieben-Meter-Teichs aber auch von anderen Teichen gebildet hat.

Hans-Hermann Eikemeier hat den Schmierfilm am FKK-Teich bereits vor drei Tagen bemerkt. „Ich mache Nordic Walking und laufe jeden Tag um den Teich herum“, sagt er. „Seit einiger Zeit schon gab es einen grünen Film auf dem Wasser, jetzt aber diesen bläulichen. Das ist ganz deutlich ein Film, der sich auf der Oberfläche gebildet hat. Das merkt man, wenn man mit einem Stock drin herum stochert.“

Die Region Hannover als zuständige Behörde hatte bereits am Montag eine Probenentnahme veranlasst. Geprüft würde auf chemische Parameter, aber auch auf Blaualgen, so eine Sprecherin. Die Ergebnisse der Laboruntersuchung würden aber erst in einer Woche vorliegen.

EKLIGE BRÜHE: Der schmierige Film hat sich auf mehreren der Ricklinger Kiesteiche gebildet. Quelle: Dröse

Angesichts der offenbar massiven Verschmutzung halten manche Beobachter ein schnelleres Eingreifen für nötig. Bei der Region bleibt man jedoch gelassen. „Da ja derzeit keine Badesaison ist, brauchen wir den Teich nicht zu sperren“, so Sprecher Klaus Abelmann. „Tiere sollte man allerdings sicherheitshalber fernhalten.“

Was aber ist mit den Tieren, die sich im Wasser befinden? Anglerchef Pyka hat auch da keine übermäßigen Sorgen. „Ich glaube nicht, dass wir ein Fischsterben zu befürchten haben.“ Als Ursache für den ekligen Belag hält er eine Algenblüte unter dem Eis für möglich. Zumal das Phänomen eben in mehreren Teichen auftauche. Es wäre wohl wenig wahrscheinlich, dass ein potenzieller Umweltsünder gleichzeitig mehrere Gewässer verunreinigen würde. „Zugefrorene Seen aber sind für uns immer problematisch“, sagt er. „Er wird Zeit, dass das Eis auftaut, und der Wind Sauerstoff in das Wasser trägt.“

Generell ist die Wasserqualität der Ricklinger Kiesteiche offenbar nicht mehr toll. Das musste auch Hans-Hermann Eikemeier erfahren, der im Sommer immer gerne im Sieben-Meter-Teich geschwommen ist. „Jetzt traut man sich da aber wegen der Blaualgen gar nicht mehr rein“, sagt er. „Meine Frau hatte im vergangenen Jahr nach dem Baden Ausschlag und Durchfall bekommen – noch bevor vor den Algen gewarnt wurde.“

Von Andreas Krasselt

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