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Meine Stadt Sportlich ankommen – aber wie?
Hannover Meine Stadt Sportlich ankommen – aber wie?
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17:08 29.05.2019
SPORTLICH ANKOMMEN UND MITGESTALTEN: Vize-Regionspräsident Michael Dette, Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf, Ulf Meldau vom Regionsportbund,  Stadtsportbund-Chefin Rita Girschikofsky, Rolf Jägersberg vom VfL Eintracht und Regina Reimers-Schlichte vom MTV Engelbostel-Schulenburg haben am Mittwoch eine mehr als 80-seitige Broschüre mit Ansprechpartnern vorgestellt.
SPORTLICH ANKOMMEN UND MITGESTALTEN: Vize-Regionspräsident Michael Dette, Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf, Ulf Meldau vom Regionsportbund, Stadtsportbund-Chefin Rita Girschikofsky, Rolf Jägersberg vom VfL Eintracht und Regina Reimers-Schlichte vom MTV Engelbostel-Schulenburg haben am Mittwoch eine mehr als 80-seitige Broschüre mit Ansprechpartnern vorgestellt. Quelle: Wallmüller
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HANNOVER

Zwischen 4000 und 4500 Flüchtlinge leben zurzeit in der Stadt , um ihre Integration kümmern sich eine Reihe öffentlicher und privater Einrichtungen, Organisationen und Vereine. Sie sind auch mit Hilfe der hannoverschen Zivilgesellschaft während der großen Flüchtlingswelle in den Jahren von 2014 bis 2017 entstanden und haben bis heute ein großes Netzwerk aufgebaut. „Vor allem mit Hilfe des Sports wurden Barrieren abgebaut. Auf der anderen Seite bietet er den Flüchtlingen auch Ablenkung. Bei der Integration von Flüchtlingen spielt der Sport deshalb von jeher eine Rolle“, sagt Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf.

Tipps und Anregungen für Ehrenamtliche und Sportvereine

Als eine von vier männlichen und weiblichen Schirmherrn hat Dezernentin Beckedorf am Mittwoch in der Clubgaststätte des VfL Eintracht eine „Handreichung für ein gemeinsames Engagement im Sport“ vorgestellt – eine Infobroschüre mit Ansprechpartnern und Fördermöglichkeiten. Gedacht ist sie für Sportvereine in Hannover und aus dem Umland, aber auch für Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingshilfe und -Integration engagieren. Entwickelt wurde das gut 80-seitige Heft gemeinsam von Stadt und Region Hannover und der Koordinierungsstelle Sport und Geflüchtete in Hannover. Ziel: Die Handreichung etwa mit Sportangeboten für Flüchtlinge, Finanzierungsmöglichkeiten für Übungsleiter, Infos über den Versicherungsschutz sowie Tipps für Orte zum Sporttreiben soll noch mehr Menschen in der Region Hannover ermutigen, sich mit sportlichen Aktivitäten für eine Willkommenskultur in den Kommunen einzusetzen. Wie Integration im Sportverein aussehen kann, wird außerdem am Beispiel vom MTV Engelbostel-Schulenburg und vom VfL Eintracht Hannover dargestellt – in beiden Vereine sind (ehemalige) Flüchtlinge schon lange fester Bestandteil des Vereinslebens.

„Sport hilft bei einem gesellschaftlichem Miteinander“

„Wir erleben noch immer oft Ressentiments gegenüber Flüchtlingen. Es ist eine Aufgabe von jedem einzelnen, diese abzubauen. Der Sport hilft dabei, ein gesellschaftliches Miteinander zu bewirken“, sagte Vize-Regionspräsident Michael Dette, ebenfalls Schirmherr. Immerhin rund 300 000 von den gut 1,2 Millionen Einwohnern der Region Hannover – also rund 25 Prozent – hätten ein Migrationshintergrund. Die jetzt vorgelegte Broschüre sei ein gutes Beispiel wie Landeshauptstadt und Region Hannover sowie Stadt- und Regionssportbund zusammenarbeiten. Dies könne ein Musterbeispiel für andere sein, so Dette weiter.

Die Integration von Flüchtlingen in Hannover laufe gut, sie bleibe aber wichtig, damit es weitergehe, so Rita Girschikofsky vom Stadtsportbund. „Sportlich ankommen und mitgestalten“ sei eine Möglichkeit dazu. Er hoffe, ergänzte Ulf Meldau vom Regionssportbund, dass die Broschüre ordentlich zum Einsatz komme und „sich viele Vereine um die Integration bemühen, wie es der MTV Engelbostel-Schulenburg seit Jahren mit Erfolg praktiziert.“

Ständige Aktualisierung der Infos im Internet geplant

Eine Print-Neuauflage mit aktualisierten Informationen und Ansprechpartnern ist vorerst nicht geplant. Veränderungen und Neuerungen werden stattdessen im Internet auf der Seite www.sportlich-ankommen.de fortlaufend eingepflegt. Wie schnell so eine Broschüre von der Tagesaktualität eingeholt wird, lässt sich beim gemeinsamen Grußwort aller vier Schirmherrn nachvollziehen: Für die Landeshauptstadt Hannover als Oberbürgermeister hat Stefan Schostok unterschrieben. Der ist offiziell aber seit Sonntag, 26.Mai, nicht mehr im Amt. Als Folge der so genannten Rathaus-Affäre.

Die Broschüre gibt es bei der Koordinierungsstelle Sport und Geflüchtete in Hannover, die beim VfL Eintracht (Hoppenstedtstraße) angesiedelt ist, bei der Sportregion Hannover im Haus des Sports (Maschstraße) und beim Fachbereich Sport und Bäder der Stadt Hannover (Lange Laube). Sie kann aber auch per Mail angefordert werden unter Integration@sportregionhannover.de

Von Andreas Voigt