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Meine Stadt Hannover: In diesen Restaurants schmeckt es am besten
Hannover Meine Stadt Hannover: In diesen Restaurants schmeckt es am besten
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20:41 18.03.2019
Küchenchef Benjamin Gallein vom Restaurant "Ole Deele" in Burgwedel Quelle: dpa
Hannover

NP-Redakteurin Andrea Tratner stellt die besten Lokale in der Region Hannover vor.

Ole Deele

Seit 2011 führt die „Ole Deele“ in Großburgwedel einen Michelin-Stern. Eine kleine Enttäuschung in diesem Jahr: „Die Gäste geben uns tolle Resonanz. Wir werden immer gefragt, warum wir keinen zweiten Stern bekommen“, sagt Inhaberin Elfrun Kühn. Michelin-Tester loben das „geschmackvolle modern-elegante Interieur“ des Bauernhauses aus dem Jahr 1828, die Gerichte sind „kreativ, harmonisch zusammengestellt“, der Service „aufmerksam und kompetent“.

Sportabzeichentage des Stadtsportbundes für unsere Grundschulen im Jahnstadion. Foto: Schülerinnen und Schüler der 4a der Hainbundschule beim Ropeskipping. Quelle: Niklas Richter

Seit 2015 ist Benjamin Gallein hier Küchenchef, Niedersachsens „Aufsteiger des Jahres“ nennt ihn der Restaurantführer Gault Millau – und zeichnete die „Ole Deele“ mit 18 von 20 Punkten aus. Die Zahl steht für „höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung“. Eine höhere Note haben in ganz Deutschland nur zwölf Köche! Der Tester schwärmt außerdem von den „kongenialen“ Werken von Pâtissier Nico Kuckenberg.

Vier Gänge für 95 Euro, sieben Gänge für 125 Euro.

Heinrich-Wöhler-Straße 14, Großburgwedel, Telefon 05139/99830. Sonntag und Montag geschlossen.

www.ole-deele.com

Jante

Tony Hohlfeld ist ein alter Sterne-Hase: Von Andreas Tuffentsammer übernahm er das Amt des Küchenchefs in der Burgwedeler „Olen Deele“, verteidigte erfolgreich dessen Stern – und ließ 2016 schon im ersten Jahr nach dem Start über seinem „Jante“ am Braunschweiger Platz die Michelin-Auszeichnung strahlen. Im dritten Jahr in Folge loben die Michelin-Tester ein „rundum stimmiges Bild“, bei dem „junge Atmosphäre“ auf „kreative Küche“ treffe. Die Gastro-Experten des Guide Michelin betonen, dass das „skandinavisch inspirierte Menü“ zur gradlinig-modernen Einrichtung passt.

Chef Tony Hohlfeld vom Jante Quelle: Philipp von Ditfurth

Hohlfeld, der das Lokal mit seiner Partnerin Mona Schrader leitet, erringt im aktuellen Gault Millau 15 Punkte – das steht für „hohen Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität“. Den Testern fielen „ungewöhnliche Zutaten und Garmethoden“ auf und die „Augenhöhe zwischen Gast und Gastgeber“ – der Koch erläutert Gänge am Tisch.

Acht Gänge für 99 Euro, Weinbegleitung für 71 Euro.

Marienstraße 116, Telefon 0511/54 55 56 06. Sonntag und Montag geschlossen

www.jante-restaurant.de

Die Insel

Norbert Schus „Insel“ am Maschsee ist eine Institution – der Gault Millau verleiht den Lokal 17 Punkte und schwärmt von der „Urlaubsstimmung“ auf der Terrasse. „Der ebenso souveräne wie herzliche Küchenchef Benjamin Meusel“ überzeugt mit seinen Gerichten, die kiloschwere Weinkarte mit 2000 Positionen ist eine „Legende“.

Norbert Schu, Inhaber des Restaurants Insel Quelle: Philipp Von Ditfurth

Vier Gänge für 39 oder sechs Gänge für 98 Euro, Hauptgerichte à la Carte 34 bis 49 Euro. Mittagsmenü 17 bis 48 Euro.

Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 81, Telefon 0511/83 12 14. Sonntag und Montag geschlossen.

www.dieinsel.com

Titus

Ein Mann, ein Restaurant: Dieter Grubert steht im 25. Jahr in der Küche des „Titus“, der Gault Millau schwärmt vom „unverwechselbaren, in keine Schublade passenden Stil“, der kontinuierlich 17 Punkte wert ist. „Hektische Erneuerung ist ihm fremd“, urteilen die Tester und schwärmen von Gruberts „Mut zur Schärfe“. Die Preisgestaltung unterstreiche den „familiären Charakter des Hauses“, das von außen unscheinbar wirkt.

Dieter Grubert vom Titus Quelle: Samantha Franson

Vier Gänge für 60 Euro, sechs Gänge für 90 Euro.

Wiehbergstraße 98, Telefon 0511/83 55 24. Sonntag und Montag geschlossen.

www.restaurant-titus.com

Weinbasis

Die Gault-Millau-Tester verfolgen die Wege von Sebastian Wilkens (links) und Dennis Thies schon seit ihrer Zeit im Celler „Endtenfang“, für ihre „Weinbasis“ bekommen sie 16 Punkte – und viel Lob. Denn die Küche des Lokals werde „immer anspruchsvoller“. Die Gastro-Experten kosten mit der Waldpilzessenz samt Pilzkrokette ein „Wohlfühlgerichte“, entdecken „überzeugende Produktqualität“ und „überzeugendes Pairing“ von Essen und Wein.

Sebastian Wilkens (Sommelier) und Dennis Thies (Koch) von der Weinbasis Quelle: Dröse

Drei Gänge 49 Euro, fünf Gänge 69 Euro.

Lächenstraße 2, Telefon 0511/89 71 17 35. Sonntag und Montag geschlossen.

www.wein-basis.de

Gasthaus Lege

Ende März feiern Hinrich und Claudia Schulze Jubiläum – seit 25 Jahren führen sie das Gasthaus mit der gemütlichen Stube in Thönse. Vom Gault Millau gibt es 16 Punkte – denn was sich auf der „Karte etwas konventionell liest, beglückt mit seiner Güte“. Besonders hervorgehoben wird die Herzlichkeit von Patronne Claudia Schulze, die Weine hervorragend mit der Küche ihres Mannes kombiniert.

Claudia und Hinrich Schulze haben die Restaurantkritiker mit ihrer Kochkunst und ihrem Service im Gasthaus Lege überzeugt. Quelle: Frank Walter

Fünf Gänge für 69 Euro, vegetarische Menüs für 41 bis 56 Euro.

Engenser Straße 2, Thönse (Großburgwedel), Telefon 05139/82 33. Montag und Dienstag geschlossen.

www.gasthaus-lege.de

Boca

Nur einen einzigen Hannover-Eintrag findet man im Bib Gourmand: Doch das Konzept von Christoph Elberts „Boca“ klingt wie maßgeschneidert für diesen Gastro-Führer – das vegetarische Menü mit drei Gängen kann mit Fisch oder Fleisch upgegradet werden (und bleibt in der Basis-Version im Preisrahmen von maximal 37 Euro). Die Tester sind vom Look des Ladens begeistert: „Hier ist es schlicht, trubelig und hip“ beschreiben sie die „etwas schummrige Gastro-Bar“ in der List.

Christoph Elbert vom Boca Quelle: Frank Wilde

Kriegerstraße 43a, Telefon 0511/64 20 97 78. Sonntag und Montag geschlossen.

www.boca-gastrobar.de

Berggasthof Niedersachsen

Im Fachwerkhaus auf dem Gehrdener Berg von Oliver und Cordula Gerasch kann man ausgezeichnet speisen: „Interessanter Mix aus bürgerlichen und feinen klassischen Gerichten“, lobt der Bib Gourmand, der besonders auf die Preisgestaltung achtet. Der Gault Millau beschreibt Gerichte als „delikat“ und „komplex“ – und verteilt 15 Punkte.

Cordula Gerasch vom Berggasthaus Niedersachsen in Gehrden Quelle: Behrens

Fünf Gänge für 59 Euro, sieben Gänge für 79 Euro, drei vegane Gänge für 37 bis 45 Euro.

Köthnerberg 4 (Gehrden), Telefon 05108/31 03. Montag und Dienstag geschlossen.

www.berggasthaus-niedersachsen.de

Die NP-Preisträger

Am 4. März feierte die Stadt die erste „Nacht der Gastronomie“ und die Stars der Szene. Bei der Premiere wurden Publikumspreise verliehen: Die NP hatte je zehn Bars und Restaurants nominiert – etwa zehntausend Leser stimmten ab. Das Rennen machte die „Lieblingsbar“ in Herrenhausen von Manuel Mauritz, der Favorit bei den Speiselokalen war das „Aresto“ von Feyzi Ekinci (Foto oben ) am Leineufer. Das Restaurant mit mediterraner Küche und exquisiten deutschen Weinen ist ein Klassiker seit fast 30 Jahren – und wurde vor kurzem komplett renoviert.

Eine vierköpfige Jury kürte außerdem das „Konzept des Jahres“: Mit seiner Küchenkunst überzeugte „La Rock“-Küchenchef Ronny Spaniel (links, Foto unten) die Tester, Frank Ochotta fungiert als Geschäftsführer. Das Lister Lokal ist außerdem auch optisch ein Leckerbissen. Und offen für alle: „Es ist ein Laden, in dem Kapuzenpulli- und Sackoträger völlig selbstverständlich nebeneinander sitzen“, lobte der Jury-Vorsitzende Hannes Finkbeiner.

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Von Andrea Tratner