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Meine Stadt Detlef Viebranz bekommt Verdienstmedaille
Hannover Meine Stadt Detlef Viebranz bekommt Verdienstmedaille
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16:45 21.12.2018
Ganz gerührt: Detlef Viebranz mit Petra Rudszuck bei der Aushändigung der Verdienstmedaille.
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Hannover

Eine ganz besondere Ehre, die Detlef Viebranz zu Tränen rührt: Am Freitag nahm er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Haus der Region in Empfang – als Anerkennung seiner besonderen Dienste um das Allgemeinwohl. Die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck überreichte die Medaille im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Seit 39 Jahren Engagement für den Kendo-Sport

Seit 39 Jahren engagiert sich Viebranz für den Kendo-Sport (japanischer Schwertkampf). Von 1982 bis 1997 war der 63-Jährige Abteilungsleiter im Polizei-Sportverein Hannover. Im Kendo Club Hannover und im „Kyu Mei Kan Dojo Braunschweig“ (wo er seit 2012 Ehrenmitglied ist) war er viele Jahre Trainer. Er selber nahm während seiner sportlichen Laufbahn an mehreren Welt- und Europameisterschaften teil und ist bis heute Präsident im Deutschen Kendo-Bund. Nebenbei gibt Viebranz regelmäßig Lehrgänge und ist Jury-Mitglied für Dan-Prüfungen in der ganzen Welt. In diesem Jahr war er einer von zwölf europäischen Kampfrichtern für die Kendo-Weltmeisterschaft in Korea.

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Dass er viel unterwegs war, beweist eine Weltkarte in seinem Büro: Rund 40 Pins hängen an der Karte – all diese Länder hat er im Rahmen seines Sports bereist. Nicht immer einfach für die Familie. „Ich habe die Zeit in guter Erinnerung. Es war aber auch eine Zeit, in der ich meiner Familie nicht zur Verfügung stand“, sagt der 63-Jährige in seiner Dankesrede sichtlich gerührt. Und genau deswegen gehöre mindestens eine Hälfte der Medaille seiner Frau Petra. Sie sagt: „Natürlich war ich damals viel mit den Kindern alleine, aber wenn etwas Wichtiges war, dann ist mein Mann immer an meiner Seite gewesen. Ich bin sehr stolz auf ihn.“

Noch heute ist Viebranz im Kendo-Sport aktiv. Zweimal in der Woche trainiert er, am Wochenende gibt er Lehrgänge. Für seine Frau ist das inzwischen normal, dennoch hofft sie, dass es bald ruhiger wird.

Von Cecelia Spohn