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Meine Stadt Hannover: Der Ganztag macht Schule
Hannover Meine Stadt Hannover: Der Ganztag macht Schule
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00:16 29.10.2017
DIESE EINRICHTUNGEN SIND DIE NÄCHSTEN: Das Kurt-Schwitters-Gymnasium (Foto) und die Realschule in Misburgwechseln im kommenden Schuljahr in den Ganztagsbetrieb. Die Schulen hatten sich dafür beworben.
DIESE EINRICHTUNGEN SIND DIE NÄCHSTEN: Das Kurt-Schwitters-Gymnasium (Foto) und die Realschule in Misburgwechseln im kommenden Schuljahr in den Ganztagsbetrieb. Die Schulen hatten sich dafür beworben.  Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

 Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, baut die Stadt Hannover weiter mit Nachdruck Ganztagsschulen aus. Gestern hat der Ausschuss für Schule und Bildung grünes Licht gegeben für den Ganztagsbetrieb am Kurt-Schwitters-Gymnasium und an der Realschule Misburg. Beide Schulen gehen mit Beginn des Schuljahres 2018/19 an den Start. Das war der Wunsch der Schulen.

Besonders weit ist die Stadt bei den Grundschulen, nach ihrer Auflistung sind aktuell 41 Grundschulen im Ganztagsbetrieb. Zwei weitere – die Pastalozzi-Grundschule und die Kardinal-Galen-Schule – wollen zum Schuljahr 2018/19 beginnen. Insgesamt gibt es etwas mehr als 60 Grundschulen, damit bieten gut zwei Drittel aller Grundschulen eine ganztägige Betreuung für die Kinder an.

Auch bei den weiterführenden Schulen hat sich eine Menge getan. 14 hannoversche Gymnasien, elf Inte­grierte Gesamtschulen (IGSen), je eine Realschule, Oberschule und eine Förderschule sind ebenfalls im Ganztagsbetrieb. Dazu gibt es eine Reihe von Schulen, die ge­genüber der Stadt Interesse signalisiert haben.

Zu diesen Schulen zählen etwa die Grundschule Kestnerstraße und die Grundschule Mengendamm, die beide gern zum Schuljahr 2020/21 an den Start gehen möchten. Bei denen jedoch muss die Stadt noch bauliche Veränderungen an den Schulgebäuden vornehmen. Im Rahmen des Investitionsprojektes „500 plus“ (siehe unten) sind Mittel hierfür vorgesehen: rund zehn Millionen Euro für die Grundschule Kestnerstraße, die Bausumme für die Grundschule Mengendamm hat die Stadtverwaltung jedoch noch nicht beziffert.

„Die Ganztagsschulen in Hannover sind eine sehr er­freuliche Entwicklung“, sagte Silvia Klingenburg, die schulpolitische Sprecherin der Grünen, gestern im Ausschuss. Den Kindern würde durch die Ganztagsbetreuung mehr Zeit zum „Leben, Entspannen und Nichtstun“ gewährt: „Ein guter An­satz.“ Auch Julian Klippert von der „Partei“ stimmte da zu. Man sei auf einem guten, aber noch langen Weg: „Die Un­terbringung im Ganztag ist jedenfalls eine gute Sache.“

Mächtig auf die Tube ge­drückt hat die Stadt beim Ausbau vor allem bei den Grundschulen in diesem Jahr: Gleich bei zehn Schulen hat sie Bauprojekte abgeschlossen, durch die ein Ganztagsbetrieb erst möglich wurde.

Die Gesamtsumme be­läuft sich auf gut 35 Millionen Euro. Bei inzwischen mehr als 40 Ganztagsgrundschulen ist hier der ganz große Druck der Umwandlung da­mit vorerst raus.

INFO

Bei der Fertigstellung von Hochbauprojekten aus dem Programm „500 plus“ ab 2018 bis 2021 betreffen die meisten Vorhaben den Schulbereich. Teuerstes Vorhaben im nächsten Jahr ist mit 5,7 Millionen Euro der Neubau der Mensa für vier Schulen am Schulzentrum Misburg. Weitere Millionenprojekte 2018: Die Verbesserung der Flucht-und Rettungswege am Gymnasium Wilhem-Raabe-Schule (3,65 Millionen Euro), die Erweiterung der Kita Sahlkamp (3,18 Millionen Euro) sowie Brandschutzmaßnahmen im Schulgebäude und in der Sporthalle an der IGS Roderbruch für zusammen rund 3,32 Millionen Euro.

2019 stehen verschiedene Neubauten, etwa für die Grundschule und Kita Welfenplatz für 16,88 Millionen Euro. Dazu kommen Neubauten der Kitas Bergfeldstraße und Chemnitzer Straße mit je 4,62 Millionen Euro.

In drei Jahren stehen vor allem Umbauten von Gymnasien zur Umsetzung von G 9 an: an Käthe-Kollwitz-Schule, Lutherschule, Ricarda-Huch-Schule, Schillerschule, Tellkampfschule und Wilhelm-Raabe-Schule für zusammen einen unteren bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

2021 plant die Stadt unter anderem Kita-Neubauten und den Ausbau der IGS Büssingweg zum Oberstufenzentrum für  23 Millionen Euro und den Neubau der Sophienschule für 40 Millionen Euro.

Von Andreas Voigt