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Meine Stadt Bundespolizei probt Terror-Ernstfall im Bahnhof
Hannover Meine Stadt Bundespolizei probt Terror-Ernstfall im Bahnhof
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17:01 21.06.2018
nur eine übung: Die Bundespolizei testet den Ernstfall am Bahnhof. Quelle: dpa
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Hannover

In der Nacht zu Mittwoch wird der Ausnahmezustand am Hauptbahnhof herrschen. Schüsse werden fallen und Menschen schreiend durch die Gegend laufen. Was vermutlich sehr realistisch aussehen wird, ist zum Glück nur eine Übung. Geprobt wird der Ernstfall: Ein Terroranschlag.

Die Bundespolizei, das Landeskriminalamt Niedersachsen sowie zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste wollen das Zusammenspiel bei einem Anschlag bewaffneter Terroristen durchproben, erklärt Bundespolizei-Sprecher Jörn Rostow. 700 Einsätzkräfte und Statisten seien an der Übung beteiligt „Es wird voll werden“, kündigt Ristow an. Spezialkräfte sollen indes kaum zum Einsatz kommen, denn es gehe vor allem um jene Einsatzkräfte, die zuerst am Anschlagsort sind. Ähnliche Übungen fanden bereits an Bahnhöfen in anderen deutschen Großstädten statt.

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Bahnen werden umgeleitet

Los geht es bereits am Dienstagabend um 22 Uhr. Bis Mittwoch 5 Uhr werden Teile des Hauptbahnhofes und des Personentunnels abgesperrt. Züge und S-Bahnen werden teilweise auf andere Gleise umgeleitet. „In der Nacht sind die Einschränkungen für Pendler geringer“, erklärt Ristow. Dennoch könne es zu Einschränkungen und Lärmbelästigungen durch simulierte Schüsse und Explosionen kommen.

Schaulustige werden keine Chance haben, die Übung zu beobachten. Der Bahnsteig und Personentunnel sind hinter Sichtschutzwänden und Zügen versteckt. „Damit wird unsere taktische Vorgehensweise für Außenstehende nicht nachvollziehbar“, betont Ristow.

Für Fragen hat die Bundespolizei ein Bürgertelefon unter der Nummer (0511) 29365 2222 eingerichtet. Am Übungstag würden zudem Beamte an den Absperrungen ahnungslose Passanten informieren, betont Ristow.

Von Sascha Priesemann