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Meine Stadt „Bumke selber machen“ macht nicht mehr mit
Hannover Meine Stadt „Bumke selber machen“ macht nicht mehr mit
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15:40 11.07.2019
Protest in der Nordstadt: Das Wohnbauprojekt auf dem Bumke-Gelände sorgt für Zoff. Bürger kritisieren das Beteiligungsverfahren. Quelle: André Pichiri
Hannover

Eigentlich sollte es eine befruchtende Zusammenarbeit von Investor Theo Gerlach, Stadt und Bürgern werden, doch „Bumke selber machen“ macht sich jetzt vom Acker: Die Bürgerinitiative, die gern mitreden und mitplanen wollte beim Wohnungsbauprojekt auf dem ehemaligen Bumke-Gelände am Engelbostler Damm (Nordstadt), sieht das Mitspracheverfahren gescheitert.

„Warum wir aus dem Bürgerbeteiligungs-Theater ausgestiegen sind“, erklärte die Initiative am Donnerstag: „Ohne Transparenz und Verbindlichkeit durch den Investor macht das keinen Sinn“, schrieb das Bündnis in einer E-mail unter anderem an die NP.

Mauert der Investor bei den Zahlen?

Wie so oft geht es auch ums Geld. Gerlach mauert offenbar mit konkreten Zahlen, und die Initiative möchte wissen, was der Investor für das 8200 Quadratmeter große Gelände inklusive Gebäude des Elektro-, Heizungs- und Sanitärgroßhandels bezahlt hat. Daraus könnten Rückschlüsse gezogen werden, welche Miet- und Kaufpreise auf die künftigen Bewohner zukommen würden. „Schnell mussten wir feststellen, dass die eigentlich wichtigen Fragen zum Level an demokratischer Mitbestimmung und zu Transparenz in Fragen von Kaufkosten und geplanten Renditen nicht diskutierbar sind“, monieren die Bürger die fehlende Beteiligung.

Bürger vermissen echte Mitbestimmung

„Fleißig Ideen einbringen zur Gestaltung des Geländes“ reichte „Bumke selber machen“ nicht. Ohne eine wirkliche Mitbestimmung, so die Initiative, sind „wir nicht länger bereit, dem Investor Gerlach als Legitimation für sein Bauvorhaben zu dienen. Wir helfen ihm auch nicht sein Image als ,guter Hannoverscher Mittelständler’ zu produzieren.“ Einen Seitenhieb auf die Stadt mochten sich die Bürger auch nicht verkneifen: „Wir beobachten die bisher passive Rolle der Stadt im bisherigen Verfahren und sind gespannt, ob sie sich zukünftig mehr der Rendite des Investors oder den Interessen der Menschen im Stadtteil verpflichtet fühlt.“

Von Petra Rückerl

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