Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Auf Radieschenblatt ausgerutscht – kein Schmerzensgeld
Hannover Meine Stadt Hannover: Auf Radieschenblatt ausgerutscht – kein Schmerzensgeld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:11 03.04.2019
IM SUPERMARKT: Das Personal muss dafür sorgen, dass keine Verunreinigungen auf dem Boden zu Stolperfallen werden. Quelle: dpa
HANNOVER

Torsten Schröder (Name geändert) hat die Radieschen nicht von unten gesehen, aber der Sturz im Edeka-Markt hatte doch gravierende Auswirkungen. Zumindest, wenn man dem Kläger Glauben schenkt. Am 6. Mai 2017 kaufte der Schichtarbeiter in Herrenhausen ein. Vor den Backwaren bewegte er sich in Richtung Obst- und Gemüseabteilung.

Alpträume nach Unfall

Und schwupps, lag er auf der Nase. Er war auf einem Radieschenblatt ausgerutscht. Vor dem Amtsgericht klagte der Mann auf mindestens 2000 Euro Schmerzensgeld und 378 Euro Schadensersatz. Die sechswöchige Krankschreibung brachte ihn um Schichtzulagen. Als Folgen des Sturzes gab er ein Halswirbelsäulentrauma, eine Rippenprellung und schwere Rückenschmerzen an. Der Kläger habe auch noch an Schlafstörungen und Alpträumen gelitten, heißt es im Urteil.

Alle 30 Minuten wird kontrolliert

Mitarbeiter des Supermarktes bezeugten glaubhaft, dass der Bereich alle 30 Minuten auf Verunreinigungen kontrolliert werde. Im Urteil heißt es: „Es konnte nicht festgestellt werden, wie lange das Radieschenblatt bereits auf dem Boden lag.“ Laut Gesetz ist jeder Supermarkt-Betreiber verpflichtet, notwendige Vorkehrungen zu treffen, um Schäden für Kunden zu vermeiden. Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte, dass diese Vorkehrungen aber „in vernünftigen Grenzen“ zu geschehen haben.

Klage am Ende abgewiesen

Und so wies Richter Matthias Löffler die Klage ab. Auch ein engeres Kontrollintervall hätte den Sturz nicht vermeiden können. Denn die Beweisaufnahme habe ergeben, dass das Radieschenblatt wahrscheinlich erst kurz vor dem Mann zu Boden fiel.

Von Thomas Nagel

Das hätte schlimmer enden können: In Linden hat eine unbekannte Autofahrerin auf einem Zebrastreifen eine Frau (35) angefahren. Ohne sich um das Opfer zu kümmern, fuhr sie weiter.

03.04.2019

Sudanesische Oppositionelle haben für diesen Sonnabend in Hannover zu einer Demonstrationen gegen den sudanesischen Staatspräsidenten Omar A-Bashir aufgerufen.

03.04.2019

Anfahrt zur Hannover Messe und dann das: Nach einem schweren Unfall musste die A2 bei Braunschweig in Fahrtrichtung Hannover voll gesperrt werden.

03.04.2019