Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Angriff mit Pflasterstein: Gewalt hinter dem Hauptbahnhof eskaliert
Hannover Meine Stadt Angriff mit Pflasterstein: Gewalt hinter dem Hauptbahnhof eskaliert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:20 21.07.2019
Der Tatort: Auf der Drogenmeile vor dem Konsumraum „Stellwerk“ wurde ein 28-jähriger Angehöriger der Szene mit einem Pflasterstein niedergeschlagen. Quelle: Mahrholz
Hannover

Auf der Drogenmeile vor dem Rauschgift-Konsumraum „Stellwerk“ ist die Gewalt eskaliert. Wie die Polizei am Sonntag mittelte, hat ein 59-Jähriger am Sonnabendmorgen einem 28-Jährigen einen Pflasterstein auf den Kopf gehauen. Der Täter ist flüchtig, die Beamten fahnden nach ihm. Beide Beteiligte sind Angehörige der Szene. Erst in dieser Woche hatte der Modelleisenbahnverein Hannover, der am Stichweg zwischen „Stellwerk“ und Fernroder Straße sein Clubheim hat, Alarm geschlagen und auf die aggressive Stimmung in dem Drogensumpf hinter dem Hauptbahnhof hingewiesen.

Streife findet Mann mit Kopfverletzungen

Der aktuelle Gewalt-Exzess ereignete sich am Sonnabend zwischen 8 und 8.20 Uhr. „Im Rahmen einer Streifenfahrt fanden Kollegen den 28-jährigen an der Fernroder Straße. Er hatte eine stark blutende Kopfverletzung“, berichtet Polizeisprecher Philipp Hasse. Der Rumäne berichtete, dass er von hinten mit einem Pflasterstein niedergeschlagen wurde. Mehr wollte er den Beamten nicht sagen. Das Opfer wurde in eine Klinik eingeliefert.

Drogenmeile: Die Gewalt eskaliert. Quelle: privat

Ermittlungen auf der Drogenmeile führten die Polizei schließlich zum mutmaßlichen 59-jährigen Schläger. Der Afghane ist inzwischen abgetaucht. Fahndungsmaßnahmen führten bislang nicht zum Erfolg. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 05 11/109 28 20 entgegen.

Pflasterstein-Attacke ein Racheakt?

Laut Hasse hatte bereits am Freitag eine Prügelei zwischen dem 28-Jährigen und dem Afghanen zu einem Polizeieinsatz auf der Drogenmeile geführt. „Gegen 13.30 Uhr war es zu einer Schlägerei gekommen“, sagt der Sprecher. In dem Fall wird allerdings der Rumäne als Täter geführt. War der Angriff mit dem Pflasterstein am Sonnabend also ein Racheakt? Die Polizei ermittelt gegen den Flüchtigen wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Alltag auf der Drogenmeile: Zugedröhnte Junkies. Quelle: privat

Auf der Drogenmeile, wo Mitglieder des Modelleisenbahnvereins zurzeit mit Junkies zu kämpfen haben, die in aller Öffentlichkeit Crack rauchen, Betäubungsmittel konsumieren, anschließend benutzte Spritzen vor die Tür des Clubheims werfen, hat es auch in der Vergangenheit immer wieder Gewaltausbrüche gegeben: Vergangenen November war dort sogar ein 39-Jähriger erstochen worden.

Angriff mit ätzender Flüssigkeit

Die Hobby-Eisenbahner haben in den zurückliegenden Monaten schon unzählige Male die Polizei rufen müssen, weil es unter den Rauschgiftsüchtigen und/oder den Trinkern und Obdachlosen, die sich ebenfalls auf der Meile niedergelassen haben, Auseinandersetzungen gab. Der Vorsitzende des Vereins, Michael Kahler (49), und Kassierer Matthias Fey (53) berichten auch von einem Angriff, bei dem jemandem eine ätzende Flüssigkeit ins Gesicht geschüttet worden war. Nach Angaben der beiden Männer halten sich manchmal bis zu 200 Angehörige der sogenannten randständigen Szene auf der Drogenmeile auf.

Von Britta Mahrholz

Am Sonnabend hat in der List in den Räumen des alten „Rockzipfels“ das „List:ich“ eröffnet. Die Inhaber Sabine Stockmann (34) und Janitra Indra (36) wollen mit dem Namen auch ihre Verbundenheit mit dem Stadtteil ausdrücken.

21.07.2019

Die Polizei geht dem Verdacht nach, dass ein 59-Jähriger einen jungen Mann, am Hannover Hauptbahnhof mit einem Pflasterstein niedergeschlagen haben soll. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

21.07.2019

Ab sofort arbeitet Ursula von der Leyen in Brüssel, dem Zentrum Europas. Doch ihre Wurzeln liegen in dem 137 Einwohner-Örtchen Beinhorn in der Nähe von Burgdorf. Die NP hat sich dort umgehört und die Beinhorner nach ihrer Meinung zur prominenten Nachbarin gefragt.

20.07.2019