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Meine Stadt Hannover: Am Montag Demo gegen Antisemitismus
Hannover Meine Stadt Hannover: Am Montag Demo gegen Antisemitismus
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18:24 24.05.2019
Antisemitische Schmiererei an einer Gedenkstätte in Berlin: Gegen solche Auswüchse des Hasses findet am Montag eine Kundgebung am Kröpcke statt. Quelle: dpa
Hannover

Nach dem antisemitischen Anschlag auf das Wohnhaus eines jüdischen Ehepaares in Hemmingen will das Bündnis „Gegen jeden Antisemitismus“ ein Zeichen setzen. Für Montag, 16 Uhr, ruft der Zusammenschluss aus Organisationen, Gruppen und Privatpersonen zu einer Demo mit Kundgebung am Kröpcke auf.

„Der Anschlag markiert einen weiteren bitteren Höhepunkt der zunehmenden antisemitischen Gewalt in Niedersachsen – doch nicht nur hier, sondern überall in Deutschland“, sagt Mitorganisatorin Monika Lemcke.

Reaktion auf Tat in Hemmingen

Am vergangenen Wochenende hatten Unbekannte in Hemmingen das Wohnhaus und den Schrebergarten eines jüdischen Ehepaares mit dem Wort „Jude“ beschmiert. Zudem wurde die Fußmatte vor der Haustür mit einem Brandsatz angezündet. Neben Polizei und Staatsanwaltschaft, die wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermitteln, ist aufgrund des augenscheinlich antisemitischen Hintergrunds auch der Staatsschutz in der Sache aktiv. Neue Erkenntnisse oder Zeugen zu der Tat gibt es aktuell aber nicht.

Mit der Demo am Kröpcke soll das Thema Judenfeindlichkeit nun noch stärker in die Öffentlichkeit getragen werden. „Wir solidarisieren uns ganz klar mit dem jüdischen Ehepaar sowie mit allen von Antisemitismus betroffenen Menschen Wir verurteilen die Geschehnisse in Hemmingen aufs Schärfste und fordern eine schnelle und lückenlose strafrechtliche Aufklärung des Anschlags“, so Monika Lemcke. Darüber hinaus setze man sich für eine Sensibilisierung der öffentlichen Behörden in Bezug auf Antisemitismus ein.

Israelfeindliches Wahlplakat

Neben der Tat in Hemmingen sorgte jüngst ein israelfeindliches Wahlplakat der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ in der Innenstadt für Aufsehen. Die Stadt sowie eine Reihe von Organisationen erstatten Strafanzeige wegen Volksverhetzung. Die Staatsanwaltschaft wollte daraufhin prüfen, ob tatsächlich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden kann.

Von André Pichiri

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