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Meine Stadt Aha sucht mit Speeddating nach weiblichen Müllwerkern
Hannover Meine Stadt Aha sucht mit Speeddating nach weiblichen Müllwerkern
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20:52 20.08.2019
Luise-Marie Trantow (18) beim „Speeddating“ der aha. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Von 1950 Beschäftigten bei der Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) gibt es 250 Frauen, unter den 700 Müllwerkern befindet sich aktuell keine einzige Dame. Das soll sich nun ändern. Mit einer Speeddating-Veranstaltung sucht das Unternehmen gezielt nach Müllwerkerinnen. Neben Gesprächen mit Gleichstellungsbeauftragten, der Personalstelle, Mitarbeitern und der Einsatzleitung konnten sich die rund 30 Frauen im Alter von 18 bis 57 Jahre gestern im Tonnenslalom, Tonnenkippen, Papersäcke werfen und bei der Müllwagenfahrt praktisch ausprobieren.

Valerie Blume hatte viel Spaß. „Es ist etwas ungewohnt auf dem Müllwagen zu stehen, weil man die Kurven nicht sieht.“ Die 32-Jährige arbeitet als Altenpflegerin und möchte sich nach eigenen Aussagen neu entfalten. „Ich bin einfach gerne draußen und habe gemerkt, dass mir das bei meiner Arbeit fehlt.“ Angst vor einem Job mit einem derart hohen Männeranteil hat sie nicht. „Ich bin eine Frau, die mit anpacken kann.“

Körperliche Fitness und Teamfähigkeit sind gefragt

Petra Vitrani hat sich zum Ziel gesetzt in ihren letzten zehn Berufsjahren etwas neues auszuprobieren. Derzeit ist die 57-Jährige arbeitssuchend, zuvor war sie als Montiererin tätig. „Ich habe Power und bin sehr sportlich“, beschreibt sie sich. Und warum soll es dann der Job als Müllwerker werden? „Das ist ein sehr abwechslungsreicher Job und Müll ist nun mal da und muss abgeholt werden.“ Mitbringen sollten die Bewerberinnen neben einer gewissen körperliche Fitness vor allem Teamfähigkeit, erklärt Maik Renneberg, Abteilungsleiter Abfall- und Wertstoffabfuhr bei Aha.

„Trittbrettfahrerinnen gesucht“: Speeddating beim Abfallentsorger aha

Das Unternehmen möchte mit dem Speeddating vor allem die Aufmerksamkeit für den Job erhöhen. „Außerdem erhoffen wir uns von gemischten Teams, dass sich das Arbeitsklima verbessert, da der Umgangston doch oftmals sehr rau ist“, so Renneberg. Im ersten Schritt sollen drei Stellen mit weiblichen Müllwerkerinnen besetzt werden. Diese sollen zu Beginn ihrer Tätigkeit auf einer Betriebsstätte eingesetzt werden, um die Möglichkeit zu haben, sich zum Arbeitsbeginn und während der Pausen austauschen zu können. Das Einstiegsgehalt liegt bei 2488 Euro.

Von Cecelia Spohn

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