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Meine Stadt Ab Montag müssen Hunde an die Leine
Hannover Meine Stadt Ab Montag müssen Hunde an die Leine
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22:00 30.03.2019
Das letzte Mal ohne Leine: Am Montag beginnt die Brut- und Setzzeit. Dann darf Knuddel nicht mehr so frei auf der Wiese umherlaufen. Quelle: Heusel
Hannover

Noch läuft Knuddel über die grünen Wiesen, spielt mit seinem Frauchen, holt das Stöckchen und genießt die Sonne. Das war am Sonnabend, doch schon ab Montag muss der fünfjährige Labrador-Retriever-Mix an die Leine. Dann beginnt die Brut- und Setzzeit. Der Leinenzwang zwischen dem 1. April und dem 15. Juli dient dem Schutz von Jungwild und am Boden brütenden Vogelarten, wie Kiebitz, Nachtigall, Rotkelchen oder Zaunkönig. Freilaufende Hunde könnten die Tiere aufscheuchen oder ihre Nester zerstören.

„Mein Hund ist groß, der muss viel laufen“

Hundehalterin Alena Bührich sagt dazu: „Ich kann das schon verstehen, aber natürlich ist es für die Tiere nicht schön.“ Zumal jeder Hund unterschiedlich reagiere. „Wenn der Hund keinen Jagdinstinkt hat, schadet er den Vögeln auch nicht.“ Dennoch hält sich die 38-Jährige an die Regel. Alternativ weicht sie auf andere Grünflächen ohne Leinenzwang (siehe Info) aus. „Mein Hund ist groß, der muss viel laufen.“

Stefanie Blume kann den Leinenzwang nicht nachvollziehen: „Ich sehe hier an der Bult keine Bodenbrüter. Auf anderen Flächen kann ich das verstehen, aber wo nichts ist, muss es den Zwang auch nicht geben.“ Sie ist mit ihren beiden Hunden Fatti und Tessi regelmäßig auf der Freilauffläche Alte Bult. „Leider muss ich meine Tiere während dieser Zeit wohl an die Leine nehmen.“

„Hier brütet nichts“

Auch Hundemischling Kalle ist gerne draußen, tobt umher und spielt mit anderen Hunden. Sein Herrchen Heiko Schuknecht bezeichnet den Leinenzwang als „nicht angebracht“. Denn: „Hier brütet nichts und die Hunde bleiben in der Regel auch bei den Leuten.“ Auf anderen Auslaufflächen verstehe er den Leinenzwang. Dennoch sieht er andere Probleme viel eher als Gefahr für die Vögel. „Überall gibt es neue Baugebiete. Das geht, aber unsere Hunde dürfen nicht frei laufen.“

Peter und Malgorzata Ziehlke sehen vor allem die Hundehalter in der Verantwortung: „Jeder kennt seinen Hund am besten und weiß, wie er sich verhält.“ Ihr Hund Max stöbert gerne, deswegen komme er auch an die Leine. Trotzdem sagen sie: „Dort wo es belebt ist und es keine Bodenbrüter gibt, muss es auch keinen Leinenzwang geben.“ Um dem Labrador-Mischling dennoch genügend Auslauf zu geben, darf Max neben dem Fahrrad seines Herrchens laufen oder sich im Garten auspowern.

Hier gilt die Leinenpflicht

Nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung müssen die Hunde in Wäldern und in freien Landschaften zwischen dem 1. April und dem 15. Juli an die Leine. Ausgenommen von der Regel sind Rettungshunde oder Tiere, die von der Polizei, dem Zoll oder dem Bundesgrenzschutz eingesetzt werden.

Auf städtischen Auslaufflächen gilt diese Regel nicht, da sie nicht in das Gesetz fallen. Von dieser Befreiung ausgenommen ist allerdings die Freilauffläche am Kronsberg sowie im Bornumer Holz, da sie zur freien Landschaft zählen beziehungsweise ein Waldgebiet sind. Auch auf der Fläche „Alte Bult“ gilt während dieser Zeit eine Leinenpflicht, da sie unter die Kategorie freie Landschaften fällt.

Wer sich nicht an den Leinenzwang hält, muss mit einem Bußgeld von fünf bis 5000 Euro rechnen. Nach Angaben der Stadt wurde in den meisten Fällen ein höhere zweistelliges Bußgeld festgesetzt. Ausführliche Informationen über die Leinenpflicht und Auslaufflächen gibt es im Internet unter www.hannover.de

Von Cecelia Spohn

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