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Meine Stadt Hannover: AWO-Kita wird Haus der kleinen Forscher
Hannover Meine Stadt Hannover: AWO-Kita wird Haus der kleinen Forscher
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15:33 30.09.2019
Ausprobieren: Die Kinder versuchen mit unterschiedlichen Filtern das Wasser sauber zu kriegen. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Marlon kippt dreckiges Wasser durch einen kleinen Blumentopf in ein Auffanggefäß. Was durch die Löcher im Blumentopf durchsickert und unten ankommt, ist noch genau so schmutzig. Offenbar kein geeignetes Filterverfahren. Doch die vier Kinder der AWO-Kita in der Levester Straße (Oberricklingen) geben nicht auf. Sie probieren es mit anderen Materialien: mit Tonscherben, Steinen und auch Sand. Sie sind neugierig. Sie experimentieren. Sie forschen.

Die AWO-Kita ist seit kurzem als Haus der kleinen Forscher zertifiziert. Am Montag nun erhielt sie von Alexandra Igel Brée, Netzwerkkoordinatorin der Region Hannover, die ersehnte Plakette. Sie ist mittlerweile die 377. Kita in der Region Hannover, die in dieser Initiative aktiv mitmacht. 178 sind es in der Stadt Hannover. Zertifiziert sind allerdings nur 31 Kitas und Schulen, 19 davon in der Stadt.

„Wir sind ja nicht die einzige Kita im Stadtteil und wollten ein Alleinstellungsmerkmal für uns“, verrät Leiterin Maria Aust die Motivation. Eine Zertifizierung als Sport- oder Bewegungskita wäre irgendwie doppelt gemoppelt, denn Bewegung spiele in der Einrichtung mit dem großen Außengelände ohnehin eine große Rolle. „Wir wollten einen neuen Akzent setzen“, so Aust. Und das Konzept der kleinen Forscher überzeugte.

Die Kinder bestimmen den Weg

„Kinder sind von Natur aus neugierig“, sagt sie. Neulich habe ein Junge einen Magneten von zu Hause mitgebracht und sei damit durch die ganze Kita gelaufen, um auszuprobieren, welche Stellen magnetisch sind. „Alle Kinder sind hinterher gelaufen“, erzählt Aust. „Toll, das zu beobachten.“ Und diesen natürlich Forscherdrang gilt es künftig noch stärker zu fördern, wobei die kindlichen Interessen eindeutig die Richtung vorgeben würden. „Die Kinder bestimmen den Weg.“

Aust und zwei ihrer Mitarbeiterinnen haben dazu in den vergangenen zwei Jahren entsprechende Fortbildungen absolviert. Künftig werden sie mit den Kindern regelmäßig Forscherwochen und Forschertage durchführen. „Gruppenübergreifend“, betont Aust. Denn neben den drei Regelgruppen hat die Kita auch zwei Sprachheilgruppen, als eine weitere Besonderheit der Einrichtung.

Freuen sich: Kita-Leiterin Maria Aust, Netzwerkkoordinatorin Alexandra Igel-Brée, Erzieherin Ana Reigada López und Erzieher Florian Heinecke mit dem Zertifikat. Quelle: Frank Wilde

Seit 2006 erfolgreich in der frühkindlichen Bildung

Träger der Initiative ist die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, die sich bundesweit für frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) einsetzt. Sitz der Stiftung ist Berlin. Gemeinsam mit Netzwerkpartnern vor Ort bietet sie seit 2006 bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte fortlaufend dafür qualifiziert, Kinder im Kita- und Grundschulalter beim Entdecken, Forschen und Lernen zu unterstützen. Die Kinder gehen dabei schrittweise eigenen Fragen und spannenden Phänomenen nach – ohne zu wissen, wie das Ergebnis ihrer Nachforschung ausfallen wird. So ist der Aha-Effekt garantiert.

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