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Meine Stadt Kulturhauptstadt: Etat liegt bei 80 Millionen Euro
Hannover Meine Stadt Kulturhauptstadt: Etat liegt bei 80 Millionen Euro
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07:02 18.05.2019
STARTKLAR: Übergangskulturdezernentin Konstanze Beckedorf hat einen 80 Millionen Euro Etat für die Umsetzung des Projektes Kulturhauptstadt 2025 ausgerufen, sollte die Stadt den Zuschlag bekommen. Quelle: Behrens
HANNOVER

Sollte die Stadt Hannover den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ zuerkannt bekommen, will sie insgesamt 80 Millionen Euro in das Projekt stecken. 50 Millionen Euro sind für Veranstaltungen und Großprojekte geplant, 30 Millionen Euro für Werbung, Marketing, Personalkosten und Verwaltung.

Der städtische Anteil soll bei 18 Millionen Euro liegen, den Rest sollen EU, Bund und Land beisteuern. Auch eine Beteiligung der hannoverschen Wirtschaft sowie der Region von etwa zehn Millionen Euro soll es geben, die der Regionspräsident der Stadt in Aussicht gestellt hat.

„Ein Titelgewinn wäre ein langfristiger Imagegewinn“

Diese Summen hat am Freitag Übergangs-Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf dem Kulturausschuss vorgestellt. Eine geplante Verabschiedung durch den Ausschuss entfiel, die Satiregruppe Die Partei zog die Verwaltungsvorlage in die Fraktion – Beratungsbedarf.

Redebedarf sahen die Kulturpolitiker aber trotzdem, und so gab Beckedorf einige Erläuterungen. „Ein Titelgewinn wäre ein langfristiger Imagegewinn, und Hannover könnte nach der Expo 2000 eine neue internationale Aufmerksamkeit neben der als Messestandort erfahren.“ Für diese Vorbereitungen brauche man Geld. Der städtische Anteil von 18 Millionen Euro sei mit dem Stadtkämmerer abgestimmt, betonte die Dezernentin.

Bitbook für die Bewerbung wird ab dem 1.Juli geschrieben

Die 80 Millionen Euro sind für die Jahre 2021 bis 2026 vorgesehen, denn bei der Vergabe des Titels zähle auch die Nachhaltigkeit. Beckedorf führte weiter aus, dass das kommunale Kulturbudget der Jahre 2021 bis 2026 deshalb um jährlich 1,5 Prozent steigere. Und: „In den vergangenen Jahren ist der Kulturetat um 30 Prozent gestiegen. Wie es mit der Kulturförderung allgemein aussieht, ist ebenfalls Bestandteil des Bitbooks, also des Bewerbungsbuches“, so Beckedorf weiter.

Melanie Botzki vom Büro Kulturhauptstadt hatte vorher ausgeführt, dass man ab dem 1. Juli mit dem Schreiben des Bitbooks beginne und dafür zwei Wochen veranschlagt habe. Danach werde man 14 Tage Korrektur lesen, im August die Fassung ins Englische übersetzen und Ende August die finale Fassung im Layout korrigieren. „Anfang September geht das Bitbook dann in den Druck“, so Botzki. Abgabetermin ist der 30. September. „Wir wollen unsere Bewerbung aber schon früher abgeben.“ Eine Marketing-Kampagne zur Bewerbung startet nach den Sommerferien Mitte August.

„Mitbewerber wissen jetzt, dass wir es ernst meinen“

80 Millionen Euro für die Kuturhauptstadt, davon 18 Millionen Euro Anteil für die Stadt Hannover – die Kulturpolitiker stuften diese Zahlen als verantwortungsbewusst und realistisch ein. „Das ist kein Wolkenkuckucksheim. Das sind Zahlen, die für die Landeshauptstadt angemessen sind. Mit den zwei Millionen Euro, die bis 2020 in der Bewerbungsphase ausgegeben werden, sind es sogar 20 Millionen Euro“, sagte SPD-Kulturpolitikerin Begin Zaman. Der Etat sei ein wichtiger Stein für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt. Sollte man den Titel bekommen, habe man auf der Gegenseite auch Einnahmen etwa durch Eintrittsgeld und Touristen, so Daniel Gardemin von den Grünen.

„Die Mitbewerber wissen jetzt, dass wir es ernst meinen. Wir nehmen Geld in einer Höhe in die Hand, die glaubhaft ist. Diese Glaubhaftigkeit ist das Signal, das von uns ausgeht“, ergänzte Andreas Markurth (SPD). „Die 18 Millionen Euro sind eine Summe, die von allen gewollt ist, nicht nur von der Verwaltung“, so Sebastian Marski (CDU).

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Von Andreas Voigt

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