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Meine Stadt 2000 Menschen demonstrieren für Flüchtlinge
Hannover Meine Stadt 2000 Menschen demonstrieren für Flüchtlinge
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15:22 27.04.2019
DEMO GEGEN HUMANE KATASTROPHE: Etwa 2000 Menschen demonstrierten für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Foto:
DEMO GEGEN HUMANE KATASTROPHE: Etwa 2000 Menschen demonstrierten für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Foto: Quelle: Heusel
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HANNOVER

Rund 2000 Demonstranten haben am Sonnabend in Hannover für die Seenotrettung von Flüchtlingen protestiert. Viele kamen in orangefarbenen Westen. Vor dem Hauptbahnhof legten sie ein großes Schlauchboot aus. „Die Staaten dürfen die zivile Seenotrettung nicht kriminalisieren“, meint Liam Harrold. Der Aktivist der Seebrücken-Bewegung und Grünen-Vorstandsmitglied in der Region Hannover fordert wie seine Mitstreiter sichere Fluchtwege für Migranten aus Afrika und Asien.

Im Mittelmeer ertrinken jährlich tausende von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen. EU-Staaten wie Italien und Malta verweigern zivilen Seenotrettern das Anlegen in ihren Häfen. Kapitäne werden strafrechtlich verfolgt, wenn sie Ertrinkenden retten. Die EU konnte sich bis heute auf keine gerechte Verteilung der Flüchtlinge verständigen.

Liam Harrold, der die Demo organisierte, war mit der Beteiligung zufrieden. „Wir haben von Hamburg bis Kassel mobilisiert“, sagte er zur NP. Die Demonstranten zogen vom Ernst-August-Platz durch die City vor den Landtag. Dort forderten sie die Politik auf, eine europäische zivile Seenotrettung aufzubauen. Ferner soll die EU die Kooperation mit der so genannten libyschen Küstenwache einstellen, die immer wieder gewaltsam gegen Flüchtlinge vorgehe.

Die Region Hannover und die Landeshauptstadt haben sich als sicherer Hafen für Geflüchtete deklariert und unterstützen in Seenot geratene Menschen.

Von Thomas Nagel