Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt 18. Gymnasium kommt nach Bemerode
Hannover Meine Stadt 18. Gymnasium kommt nach Bemerode
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:55 15.05.2019
Gefunden: Die Stadt hatte sich schon im März für den Standort Am Sandberge in Bemerode für das 18.Gymnasium ausgesprochen. Am Mittwoch folgte der Schulausschuss dem Vorschlag. Quelle: Petrow
HANNOVER

Nach mehr als einjähriger Debatte ist es endlich geschafft: Das 18. Gymnasium wird am Am Sandberge im Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode gebaut. Das hat der Schulausschuss am Mittwoch mit sieben Ja-Stimmen und acht Enthaltungen beschlossen und ist damit einer Empfehlung der Stadt gefolgt. Die hatte schon im März den Standort in Bemerode vorgeschlagen. Hauptgrund: Es befindet sich im Eigentum der Stadt, muss also nicht angekauft werden wie ein Alternativstandort im Südwesten Hannovers.

Das Gymnasium an sich bleibt innerhalb der Ampelgruppe aber umstritten: Die Grünen haben sich nämlich enthalten. „Ein neues Gymnasium ändert nichts an der Misere, es gibt zu viele Schulformwechsler“, sagte Grünen-Schulpolitikerin Silvia Klingenburg. Mindestens 300 Schüler allein aus Gymnasien würden voraussichtlich abgeschult. „Und noch immer liegt kein überzeugendes Konzept zum Umgang mit Abschulungen vor.“ SPD-Schulpolitikern Afra Gamoori sagte, die Frage des Standortes sei von der Stadt plausibel dargestellt worden. „Dass das Gymnasium kommt, hängt vom Elternwillen ab.“

Den Standort „Am Sandberge“ hält die Schulverwaltung im Vergleich zur Alternative im Südwesten auch wegen der guten Verkehrsanbindung für geeigneter. Zudem liege der Bedarf an gymnasialen Schulplätzen in Bemerode höher als an anderer Stelle in Hannover.

Die Stadt hat den Schützen schon Ersatz für den Verlust ihres Vereinsheimes angeboten: in der Nähe der Bezirkssportanlage in Bemerode. Und einen neuen Festplatz soll der Stadtteil im Bereich der Feldbuschwende bekommen. Die Frage der Trägerschaft ist weiter offen, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Wegen G9: Umbauten bei zwei Schulen für 27 Millionen Euro

Wegen der Rückkehr zum Gymnasium G9 muss die Stadt bei zwei Gymnasien hohe Millionenbeträge in die Hand nehmen – zusammen mehr als 27 Millionen Euro. Die fast 60 Jahre alte Schillerschule in Kleefeld erhält für 23,4 Millionen Euro einen zwei- bis dreigeschossigen Erweiterungsbau für die dann gut 1100 Schüler, hat der Schulausschuss am Mittwoch entschieden. Der Erweiterungsbau soll im Sommer 2022 fertig sein. Damit ein ganzheitliches pädagogisches Raumkonzept entsteht, sind auch zahlreiche Umstrukturierungen in den Bestandsgebäuden nötig.

Die Käthe-Kollwitz-Schule bekommt ebenfalls auf Beschluss des Schulausschusses auf ihrem Schulhof an der Podbielskistraße einen Behelfsbau – ein eingeschossiges Gebäude in Holzrahmbauweise für gut vier Millionen Euro. Die Schule nimmt wegen G9 ab Sommer einen Jahrgang mehr auf. Baubeginn ist Herbst 2019, die Inbetriebnahme zum Schuljahreswechsel 2020/21. Gut 1000 Schüler besuchen das Gymnasium.

Waschbecken in den Klassenräumen bleiben

Die Stadt will die Waschbecken in weiterführenden Schulen abbauen, Eltern- und Schülervertreter wollen dies nicht: Das Thema ist so brisant, dass die Debatte darüber schon seit Februar geführt wird. Am Mittwoch im Schulausschuss gab’s nun die finale Entscheidung: Die Waschbecken bleiben – in den allgemeinen Klassenräumen.

Zudem gibt es pro Schule einen Trinkbrunnen. Möglich wurde dies, weil die Ampelgruppe mit CDU, Piraten, Linken und den Eltern- und Lehrervertretern im Schulausschuss einen interfraktionellen Antrag präsentierten und verabschiedeten. Die Stadt wollte die Becken abschaffen, weil nach ihrer Ansicht durch die Umstellung der Kreidetafeln auf Whiteboards die Gefahr der Verkeimung in Anschlüssen wächst, da weniger Wasser genutzt werde. Elternvertreter halten Waschbecken für geboten: Auch aus hygienischer Sicht seien sie sinnvoll.

Von Andreas Voigt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Polizei Hannover hat jetzt Instacops. Zwei junge Polizisten nehmen ihre Instagram-Follower seit dieser Woche mit auf Streife oder zu Ermittlungen. Community Policing nennt sich das Modell.

15.05.2019

Ruheräume, Think-Tanks und ein Fitnessstudio: Die Deutsche Bahn setzt beim Neubau ihres Verwaltungsgebäudes auf moderne Arbeitsformen. Das heißt auch: Nicht jeder Mitarbeiter hat mehr einen eigenen Schreibtisch.

17.05.2019

Wer hat Gisela W. vor ihrem Tod noch gesehen? Auf Hinweise aus der Bevölkerung hoffen die ermittelnden Behörden weiterhin. Denn die Spuren sprechen dafür, dass die 93-Jährige am Sonntag in der Südstadt einem Verbrechen zum Opfer fiel. Auch Blutspuren wurden in der Wohnung gefunden.

15.05.2019