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Meine Stadt Haftstrafen für Automaten-Sprenger
Hannover Meine Stadt Haftstrafen für Automaten-Sprenger
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16:17 08.11.2019
Ein Reparaturteam der Bahn hat den zerstörten Automaten in Sehnde mit einer Plane eingehüllt. Quelle: Katja Eggers
HANNOVER

Mit Haftstrafen endete der Prozess gegen die geständigen Fahrkarten-Automaten-Sprenger. Am Freitag wurde Dimitrios F. (27) wegen vier Taten im Landgericht Hannover zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. In dem Urteil wurde auch eine Haftstrafe von 22 Monaten wegen mehrfachen Diebstahls einbezogen.

Marcel H. (34) wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Er war an zwei Taten beteiligt, während er als Freigänger in der Justizvollzugsanstalt Burgdorf eine Strafe verbüßte. Ebenfalls drei Jahre erhielt Schajan T. (21). Er war an sechs Sprengungen beteiligt. Richter Patrick Gerberding wandte bei ihm aber die Kronzeugen-Regelung an. „Seine Angaben haben zur Aufklärung der Verbrechen beigetragen“, so der Vorsitzende Richter der 18. Großen Strafkammer.

Immens hoher Sachschaden

Marcel H. (links) und Dimitrios F. sollen Fahrkartenautomaten der Üstra gesprengt haben. Anwalt Björn Nordmann bespricht sich mit Dimitrios F. Quelle: Thomas Nagel

Insgesamt wurden den Angeklagten sieben Taten der Herbeiführungen einer Sprengstoffexplosion und des Diebstahls mit Waffen vorgeworfen. Zwischen 15. Januar und 17. März 2019 jagten sie mit „Polen-Böllern“ Fahrkarten-Automaten in Hannover, Sehnde, Garbsen, Quedlinburg und Maschen (Kreis Harburg) in die Luft. Der Schaden war mit rund 210.000 Euro enorm, die Beute in Höhe von knapp 18.000 Euro überschaubar.

Zwei Täter müssen in den Drogenentzug

Dimitrios F. und Marcel H. werden wegen ihrer Drogensucht in einer Entzugsanstalt untergebracht. Von ihnen gehe die Gefahr aus, dass sie unter Drogeneinfluss weitere schwere Straftaten begehen. Richter Gerberding: „Der Maßregelvollzug ist laut Bundesgerichtshof eine belastende Maßnahme.“ Es ginge nicht darum, eine Wohltat zu erteilen.

Weniger als die Hälfte der Gefangenen steht den Maßregelvollzug durch. Therapieabbrecher müssen die volle Haftstrafe absitzen. Eine Entlassung auf Bewährung nach zwei Dritteln der Strafe ist ausgeschlossen.

Von Thomas Nagel

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