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Meine Stadt Stammestraße: Eine Grundschule atmet auf
Hannover Meine Stadt Stammestraße: Eine Grundschule atmet auf
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17:06 24.08.2018
ENDLICH: Mit einem Schulfest feiert die Grundschule Stamme- straße in Ricklingen das Ende der Sanierungs-und Neubauarbeiten. Quelle: Fotos: Wilde
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Das nennt man einen langen Atem haben: Zehn Jahre, von 2008 bis in diesen Tagen, lebte die Grundschule Stammestraße in Ricklingen „auf, neben und mit einer Baustelle“, wie es Schulleiter Helmut Meffert zu Beginn des Schulfestes formulierte.

Das fand auch wegen der feierlichen Einweihung des Neubaus statt – allerdings mit einem Jahr Verzögerung. Eigentlich sollte alles schon 2017 fertig sein, doch dann gab es noch einen zeitlichen Nachschlag. Für die gut 320 Schüler und ihre Lehrer auch schon fast egal, hatten sie Unterricht in Containern, Baulärm und Umzüge doch schon lange genug miterlebt. „Wir müssen uns ein bisschen entschuldigen“, sagte Schulplaner Stefan Rauhaus vom Fachbereich Schule der Stadt. „Zehn Jahre sind zu lang.“ Und selbst Bezirksbürgermeister Andreas Markurth (SPD), wie Rauhaus Gastredner beim Schulfest, war der Termin zunächst sichtlich unangenehm: „Zur Schule gehört ein gewisser Raum, auch wenn es etwas gedauert hat.“

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Rückblende: 2008 entdeckte die Stadt Hausschwamm in dem Schulgebäude, woraus sich eine Totalsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Hauses von 1887 entwickelte. Die Klassen wurden bis 2011 in Containern auf der Schulwiese ausgelagert. 2012 schloss sich die Sanierung der Turnhalle an, hieß: ein Jahr lang kein Sportunterricht.

Dann sollte und wollte die Grundschule in den Ganztagsbetrieb übergehen, das war 2013. Problem: Es fehlten Mensa und Räume dafür. Und: Mit einem Erweiterungsbau konnte die Stadt nicht beginnen. Auf der Schulwiese, die erneut als Ausweichfläche für Container vorgesehen war, war ein benachbarter Kindergarten untergebracht, der seinerseits auf die Fertigstellung seiner Räume am Butjerbrunnen wartete.

Folge: Erst im Frühjahr 2016 begannen die Bauarbeiten am dreigeschossigen Erweiterungsbau mit Pausenhalle, Foyer, Mensa und weiteren vier Klassen-und Funktionsräumen. Kostenpunkt: 5,6 Millionen Euro. Gebaut wurde bis Sommer 2017. Und obwohl noch Restarbeiten am Haus zu erledigen waren, begann die Grundschule zum Schuljahr 2017/18 mit dem teilgebundenen Ganztag. „Größere Restarbeiten gab es in den Ferien, aber auch während des Schulbetriebs“, so Helmut Meffert. Und: „Einige Kleinigkeiten müssen bis heute erledigt werden.“

Nachtragend ist der Schulleiter dennoch nicht. Im Gegenteil. „Wir sind jetzt mit 16 Klassen in das neue Schuljahr gestartet. Wir haben nun am Standort Stammestraße ein zeitgemäßes Schulgebäude, das Raum für zeitgemäßen Unterricht und Nachmittagsbetreuung bietet. Und darüber freuen wir uns.“

Von Andreas Voigt