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Meine Stadt Großer NP-Test: So schmeckt das Maschseefest
Hannover Meine Stadt Großer NP-Test: So schmeckt das Maschseefest
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11:56 05.08.2019
EINLADEND: Maschseefest in Hannover Quelle: Dröse
Hannover

Von teuer bis günstig: Die NP-Reporter haben den Geschmackstest gemacht.

Waldkater: Mit Chorizo-Burger den See im Blick

Für 9,50 Euro im Waldkater: der Chorizo-Burger mit Kartoffelspalten. Quelle: Holle

Im Schatten der HDI-Arena am Westufer liegt die große, biergartenähnliche Anlage. Viele Tische haben Seeblick, den besten genießt man von der Terrasse auf dem Dach des Getränkestandes. Für das Spanien-Gefühl ist die Tapas Bar Lorenzo aus Godshorn zuständig. Auf der Karte finden wir Tapas, Paella, Scampi- oder Putenspieße, Seehechtfilet – entscheiden uns aber für den Chorizo-Burger (9,50 Euro). Bei dem Preis hätten es durchaus ein paar mehr der durchschnittlich spannenden Kartoffelspalten sein dürfen, ein Dip dazu wäre auch keine schlechte Idee.

Der Burger an sich ist von ordentlicher Größe, der intensive Paprika-Knoblauch-Geschmack der groben Rohwurst dominiert natürlich – aber in Kombination mit knackigem Eisbergsalat, leicht fruchtiger Sauce und Manchego-Käse (leider nicht angeschmolzen) entsteht ein sehr rundes Geschmackserlebnis. Dazu hat uns ein schön kaltes Gilde Ratskeller aus der 0,3-Flasche (3,50 Euro) gut gefallen.

Tiroler Seehaus: Willkommen in den Alpen

Für 9,50 Euro im Tiroler Seehaus: Focaccia, einmal mit Tomate-Mozzarella, einmal mit Parmaschinken und Käse. Quelle: Spohn

Ganz nach Tiroler Art, in klassischen Holzhütten und von Mitarbeitern in Lederhosen und Karohemden werden wir im gleichnamigen Tiroler Seehaus freundlich begrüßt. Ziemlich schnell entscheiden wir uns für ein Focaccia (Brot aus Hefeteig). Auf der einen Hälfte wählen wir Tomate-Mozzarella mit Rucola und Parmesan, auf der anderen Parmaschinken mit geriebenem Käse. Der Preis von 9,50 Euro erscheint etwas über dem Limit, umso günstiger ist dafür der Weißwein (2,80 Euro). Das Brot wird uns dann sogar noch an unseren Platz auf der hergerichteten Veranda gebracht, von der aus wir den Blick auf die Meile genießen. Einziger Kritikpunkt: Das Brot war mehr als gut gesalzen, der Durst danach entsprechend groß.

Wer den Blick auf das Wasser vorzieht, ist auf der gegenüberliegenden Seite genau richtig. Dort gibt es Bratwurst, Riesengrillspieße, Backschinken, Pommes, Schupfnudeln, Bier, ausgewählte Longdrinks und alkoholfreie Getränke. ce

Yukon Forest: Wecke den Bison in Dir

Für vier und vier Euro im Yukon Forest: die Bison-Grillwurst und ein „Hannöversch naturtrüb“. Quelle: Voss

Die Kanada-Flagge mit dem roten Ahornblatt weht gut sichtbar über dem Nordufer, in Buden aus sägerauen Holzplanken haben sich die Gastronomen verteilt. „Quebec Crêpes“, „Yukon Forest“ und „Yukon’s Finest BBQ & Grill“. Ganz dem Motto „immer der Nase nach“ zieht mich der Grillgeruch magisch an.

Zwischen Holzfällersteak, Wildbratwurst und Bison-Grillwurst fällt meine Wahl auf letztere. Und es war die richtige Entscheidung. Die Konsistenz erinnert an eine Krakauer, jedoch etwas feiner und fester. Und deutlich weniger fettig schmeckt der Bison verdammt lecker – irgendwo zwischen Rind und Wild. Vier Euro sind nicht zu viel verlangt. Dazu hätte ich mir gern ein kanadisches Bier gegönnt, es wurde jedoch „Hannöversch naturtrüb“ in „Joeys Bar“, die ebenfalls unter kanadischer Flagge fährt. Dort gibt es fast nur regionale Biere. Hier hätte sich Betreiber Aulich vorab besser mal mit Janina Crowder vom „Craftbeer Kontor“ zusammengeschlossen. Das hätte für deutlich mehr kanadisches Flair und Vielfalt gesorgt. fox

Welcome To Miami: Caipi für Crockett und Queso

Für 6,50 Euro in Welcome to Miami: der „Caipirinha Miami Vice“. Quelle: Voss

Sehr fresh und modern mixen gleich neben und gegenüber des „Yukon Forest“ die Teams von „Welcome to Miami“ ihre Cocktails. Flamingo-Pink das Logo, schneeweiß die Bar und Mobiliar – eben richtig 80’s Florida-Like. Hier haben sich die Betrieber nicht nur beim Design Gedanken gemacht, sondern auch bei der Karte: „Tequila Sunrise Florida“ und „Planters Punch“ auf der Karte erinnern an den letzten Urlaub im Süden der USA und machen Lust auf mehr. Während auf der Bühne „Emersound“ Latin-Grooves spielen, wähle ich den „Caipirinha Miami Vice“ (6,50 Euro) und eine Quesadilla „Veggie Lover“ (7 Euro). Cheddarkäse vermählt sich Innern der Weizentortillas heiß mit gegrilltem Gemüse – was für ein frisch-fruchtiger Genuss.

Den Abschluss bildet ein pikantes Chipotle-Topping. Mit diesem Mix kann man wohl kaum was falsch machen. Mit dem Caipi auf der Zunge, der Sonnenbrille auf der Nase und Musik im Ohr fühlt man sich direkt wie Sonny Crockett. Als Umwelt-Cop würde dieser sicherlich die Plastikstrohhalme konfiszieren, die hätten aus Papier sein müssen. Der Cocktail passt fantastisch zum Wetter – aber mehr als Zwei Drittel Eis an einem Eröffnungsabend waren dann doch etwas zu viel des Guten.

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San Francisco California: Bruno Tattaglia hätte diesen Burger geliebt

PFIFFIG: Der Ziegenfrischkäse-Burger „Tattaglia“. Quelle: Martin Voss

Zwar gibts im „San Fransisco California“ keine „Pink Ladies“. Dafür ein paar alte Bekannte in modernen anthrazitfarbenen Containern. „FoodMafia“ zum Beispiel. Hier gibt es Burger in mafiös-guter Qualität. Zwischen Corleone-Cheeseburger (7 Euro) und Pulled Pork (7,50 Euro) auf der Karte sind auch noch eine Veggie-Variante mit Guacarmole und Süßkartoffeln (6,50 Euro) zu finden. Ich entscheide mich für den Burger „Tattaglia“ (7,50 Euro) – benannt nach der berühmten Mafia-Familie Tattaglia aus dem Film „Der Pate“. Verfeinert ist dieser Snack mit Ziegenfrischkäse und einem leckeren Feigen-Senf-Dressing. Dieser Mix ist der pure Genuss am Gaumen! Karotten-Trockenchips als kleines Highlight runden den Burger geschmacklich ab. Dazu gibt es einen „Sex on the Beach“ (7,50 Euro) vom Stand gegenüber mit fruchtiger Grenadine. Passt perfekt. Auch, weil hier zum Wohl der Umwelt keine Plastik- sondern Papierstrohhalme zum Einsatz kommen. fox

Restaurant Clichy: Essen und Ambiente edel und hochpreisig

FÜR 19,50 EURO IM CLICHY: Lachstatar mit Kartoffelrösti und Senf-Dill-Sauce. Quelle: Sven Holle

Empfang am Entree, wir werden vom adrett ausstaffierten Personal zum Tisch begleitet: Das Clichy am Geibeltreff ist in fast allen Belangen (die Tischdecken aus Kunststoff fallen ein wenig aus dem Rahmen) ein edles Restaurant. Auch beim Preis: Unter zehn Euro gibt es außer den Desserts und dem Kindergericht gar nichts, 22 Euro für die klassische Rinderroulade mit Rotkohl und Kartoffelpüree finden wir einigermaßen happig – und entscheiden uns für das große Lachstatar (19,50 Euro). In Kombination mit einem kühlen Glas Riesling von der Mosel (0,2 Liter für 7,50 Euro) bei den Temperaturen wohl auch die bessere Wahl.

Der Wein ist spritzig, mineralisch und federleicht – einfach genau richtig. Das Tatar hätte für unseren Geschmack ruhig etwas mehr von allem (Würze, Säure) vertragen können, ist im Zwei- oder Dreiklang mit dem vorzüglichen Kartoffelrösti und der stimmigen Senf-Dill-Sauce aber auch ein Genuss.

Duke Irish Pub: Irland am Südufer bei Burger und Bier

GESUND UND LECKER: Der Halloumi-Burger vom Duke Irish Pub. Quelle: Spohn

Auf Liegestühlen direkt am Wasser ein irisches Bier und einen Burger genießen: Das geht beim Duke Irish Pub am Südufer. Ich gönne mir einen Veggie-Burger mit Halloumi-Käse, Salat und einer leckeren vegetarischen Creme – für zehn Euro ist er allerdings ziemlich teuer, und auch ein wenig Zeit sollte man mitbringen. Denn ganz so schnell geht die Zubereitung nicht.

Dafür schmeckt es aber sehr gut, auch die Portionen sind ordentlich – in meinen Bauch passte zumindest nichts mehr rein. Außer der vegetarischen und einer veganen Variante sind auch die klassischen Rindfleischburger im Angebot. Nur die Hähnchenburger haben es nicht in den Wagen von Duke geschafft. Dafür ist die Auswahl an Getränken – zumindest die mit Alkohol – umso größer. Ich wähle ein Somersby Zitrone für vier Euro. Außerdem gibt es Guinness, Lynchburg Lemonade und am Stand gegenüber sogar Erdbeerbowle.

Locorito: Käsehappen mit Pfiff

SCHARFE TEILE: Die Quesadillas lassen sich gut mit der Hand essen. Quelle: Braun

Das Locorito kennen viele Hannoveraner von der Schmiedestraße und vom Engelbosteler Damm. Auf dem Maschseefest teilt sich der mexikanische Burrito- und Tacitomacher einen Foodtruck mit den Burgerbratern vom Harp, aus dem es ordentlich raucht. Seine Auswahl hat das Locorito am Maschseeufer erheblich beschränkt: Es gibt drei Sorten Quesadillas (vier bis 8,50 Euro), das sind gebackene Tortillas, die gefüllt und zusammengeklappt werden.

Wir wählen die verführerisch klingende Variante „Buttermilk Chicken“ (8,50 Euro) und sind begeistert. Zum einen darüber, dass sich die Teigdreiecke problemlos mit der Hand essen lassen – praktisch, wenn alle Tische in dem neuen Foodvillage hinter dem Geibeltreff belegt sind. Aber auch die Füllung mit viel Käse, etwas Tomate und den krossen, innen butterweichen Hähnchenstreifen schmeckt super. Unbedingt die scharfe Chipotle-Mayo (gibt’s gratis) dazu probieren!

Al-Dar: Falafel auf echtem Porzellan

KLASSIKER: Beim Syrer Al-Dar gibt es Falafel mit Hummus und guten Rotwein. Quelle: Braun

Premiere am Ufer: Unter dem Banner „See-Wirtschaft“ segeln erstmals Al-Dar, das „Locorito“ und Francesca & Fratelli übers Maschseefest, auch der Burgerbrater The Harp hat Höhe Geibelstraße eine neue Heimat gefunden.

Der beliebte Syrer von der Königstraße bietet an seinem Stand eine kleine, feine Auswahl, vom Couscous-Salat (10,50 Euro) bis Lammfiletstreifen mit Reis und Gemüse (17 Euro). Wir entscheiden uns für den Falafel-Teller für 13,50 Euro und freuen uns darüber, dass er ruck, zuck fertig ist und auf echtem Porzellan serviert wird. Die vier frittierten Kichererbsenbällchen sind äußerst kross, die Füllung ist fluffig und nicht zu trocken. Dazu gibt es einen kleinen gemischten Salat und zweierlei Hummus, das grellrote Kichererbsenpüree hat ein dezentes Rote-Bete-Aroma. Eine schöne Sommerspeise, zu dem wir uns ein Glas Cuvée Al-Dar aus Cabernet Sauvignon und Syrah (0,2 Liter 7,50 Euro) schmecken lassen – köstlich.

Gosch Sylt: Bedingt asiatisch, aber sehr lecker

FÜR 18 EURO BEI GOSCH SYLT: Die Thainudeln mit Flusskrebsfleisch und Garnelen. Quelle: Sven Holle

Der weißgetünchte Holzstand am Geibeltreff (Ostufer) ist riesig, aber Hinweisschilder helfen beim Zurechtfinden. Wir steuern am Ende den zentralen großen Gastro-Stand an – hier wird nicht am Tisch bedient. Das Angebot ist breit: vom einfachen Fischbrötchen bis zur edlen Auster.

Freundliches Personal wuselt in erfreulicher Menge herum, so dass es kaum Wartezeit gibt. Und schon nach wenigen Augenblicken haben wir einen tiefen Teller mit reichlich Inhalt und ein Weinglas mit appetitlichem Kältebeschlag in der Hand.

Die Thainudeln mit Flusskrebsfleisch und Garnelen für stolze 18 Euro sind zwar nur bedingt asiatisch (Penne!), aber dafür wirklich lecker. Schön al dente, die Sauce der richtige Mix aus sahnig, fruchtig und scharf. Dazwischen viel vom Krebs und obendrauf immerhin sechs gut gegrillte Scampis.

Der Lugana (0,2 Liter, sieben Euro) fällt dagegen leider etwas ab, das kennen wir aus diesem Anbaugebiet spritziger und zarter.

Harp: Ein Burger ohne Brötchen

BURGER MAL ANDERS: Die „Harp Cheeseburger Fries“ sind ein toller Tipp. Quelle: Braun

Vergangenes Jahr freute man sich über die beliebten Harp-Burger beim Wild Geese am Südufer – da dieser Irish Pub inzwischen von den Duke-Chefs übernommen wurde, hat sich das Harp vom Schwarzen Bären logischerweise einen neuen Platz gesucht.

Am Ostufer Höhe Geibelstraße stößt man nun unter anderem auf eine sehr partytaugliche Burger-Variation: die „Harp Cheeseburger Fries“ (7,50 Euro), ein Burger ohne Brötchen. Auf einer Portion Pommes liegt, in Streifen geschnitten, ein kompletter, medium gegarter Cheeseburger – eben nur ohne Bun. Das Brot vermisst kein Mensch, dieses köstliche Fast Food lässt sich mit der Holzgabel auch im Stehen gut verputzen. Für Puristen stehen gibt es aber sowohl den Harp Burger (neun Euro) als auch den Bacon Burger (zehn Euro). Am benachbarten Getränkestand kaufen wir uns eine Weißweinschorle (0,2 Liter fünf Euro) und einen zu teuren Aperol Spritz (0,2 Liter acht Euro).

Maschseequelle: Karibisches Feeling mit Musik und Fisch

VERDAMMT GUT: Fischburger mit Melonensalat. Quelle: Spohn

Laute Musik tönt aus den Boxen, Banenenbäume stehen an der Bühne, hunderte Menschen tanzen: An der Maschseequelle haben die „Die Toten Ärzte“, eine Coverband der Bands „Die Ärzte“ und „Toten Hosen“ ihren Auftritt – an den Ständen stehen zahlreiche Menschen, die ihr Bier genießen. Ich gönne mir währenddessen etwas abseits auf einer grünen Wiese mit Bierzeltgarnituren und Lichtern einen karibischen Fischburger mit Melonensalat. Der sieht nicht nur hervorragend aus, sondern schmeckt auch noch verdammt gut. Das Brötchen ist frisch, die Fischfrikadelle gut gewürzt und der Salat schmeckt süßlich-frisch. Für 5,50 Euro noch dazu ein fairer Preis. Für die Fleischliebhaber gibt es außerdem Bratwurst oder Nackensteak im Brötchen, dazu Süßkartoffelpommes mit zwei Dips. Für die Nachspeise steht ein Crepésstand bereit. Neben alkoholfreien Softdrinks, gibt es Bier zur Genüge.

Capetown: Südafrika liegt direkt am Nordufer

SCHÖN SAFTIG: Salatteller mit Hähnchenspieß. Quelle: Sven Holle

Südafrika liegt beim Maschseefest zentral am Nordufer. Von den schlicht-schicken hohen Bänken hat man einen guten Blick auf die vorbeiziehenden bunten Besucherströme.

Essen und Trinken kommen aus eher unscheinbaren Gastro-Containern – und auch die Auswahl ist mit drei Vorspeisen, fünf Hauptgerichten sowie einem Dessert übersichtlich. Beim Wein haben wir nur die Wahl zischen weiß und rot, der cremig-aromatische Cape Sun Chenin Blanc (0,2 Liter, 6,50 Euro) hat für unseren Geschmack einen Tick zu viel Säure.

Nichts zu meckern gibt es am Salatteller mit Hähnchenspieß für 11,90 Euro: Das würzig-gegrillte Fleisch ist schön saftig, die Wildkräutermischung harmoniert mit Mango-Dressing und karamellisierten Erdnüssen. Der Teller ist mit Kapstachelbeere, Sternfrucht, Kiwi sowie appetitlich angeröstetem Brot zudem auch einfach schön angerichtet.

Aresto: Auf den Punkt gegart

Maschseefest 2019 Gastro Aresto essen Quelle: Mandy Sarti

Eine Reise durchs Meer - oder auch der Fischteller im Aresto (21 Euro). Auf knackigem Fenchel, Broccoli und aromatischer Zucchini sind die Variationen auf der Tiefsee angerichtet. Die Auswahl ist vielfältig und überhaupt nicht schnöde. Neben Scampi und Tiefseekrabben gibt es saftige Tintenfischringe, die pikant gewürzt und leicht angebraten sind und einfach wie Butter auf der Zunge zergehen. Auch der Lachs ist auf den Punkt gegart. Und die feine salzige Meeresnote verrät: der Fisch kommt frisch aus dem Wasser. Abgerundet wird der Teller mit dem hausgemachten Dipp aus Kartoffeln, Kaviar und Ei. Der könnte zwar etwas salziger sein, schafft es aber dennoch, dem Fischteller den letzten Schliff zu verleihen. Dazu gibt es ein Glas des Sommerweins (7,50 Euro). Der trockene Weißwein, der im Abgang eine leichte Apfelnote vermuten lässt, harmoniert ideal zu dem Fischteller. Fast so wie im Urlaub.

Bar Su-Shin: Vom Geschmack ganz solide

ETWAS KLEIN: Sushi-Rollen im Su-Shin. Quelle: Mandy Sarti

Die Auswahl auf der Karte ist groß: Wir wollen am liebsten alles testen und entscheiden uns deswegen für die erste Su-Shin-Platte. Für 22 Euro bekommen wir eine Variation aus 20 Stück Sushi, ein fairer Preis fürs Maschseefest. Allerdings sind wir dann etwas enttäuscht, als die japanischen Rollen vor uns stehen. Die Stücke sind nämlich ziemlich klein und leider ist der Reis nicht sonderlich fest. Geschmacklich ist das Sushi dennoch solide - mit Lachs und Frischkäse kann man eben nichts falsch machen.

Besonders freuen wir uns aber über die Kreation aus Spargel, Reis und Thunfisch. Das warme, grüne Sommergemüse zu dem kalten, frischen Fisch ist ein extravaganter Kontrast. Dazu wählen wir einen der Smoothies. Für uns gibt es den Solero Drink (5,50 Euro). Mango- und Maracuja-Saft werden dabei mit Karamell und Joghurt vermischt. Und das hält, was es verspricht: Das Fruchtgetränk erinnert tatsächlich an der Sommereis-Klassiker.

Löwenbastion: Beim Flammkuchen keine Freude

GAR NICHT KNUSPRIG: Flammkuchen von der Löwenbastion. Quelle: Mandy Sarti

Zwischen Efeu und Live-Musik überkommt uns an der Löwenbastion die Lust auf Flammkuchen. Deswegen entscheiden wir uns statt Dean and David und Vapiano für den Glücksbringer. Wir wählen die italienische Variation mit Rucola, Kirschtomaten, Crème Fraîche und Mozzarella (11,50 Euro). Dazu gibt es nicht bloß ein langweiliges stilles Wasser, sondern eines, das nach Himbeere und Basilikum schmeckt (drei Euro). Die freundliche Servicekraft drückt uns einen Pieper in die Hand, der vibrieren soll, sobald das Essen fertig ist. Dann beginnt das lange Warten. Rund eine halbe Stunde nippen wir an unserem Wasser, bis der Flammkuchen endlich fertig ist. Doch Freude kommt dann immer noch nicht auf, denn die Spezialität aus dem Elsass ist leider überhaupt nicht kross. Und auch die Würzung lässt zu Wünschen übrig - ein fruchtiges Tomatenpesto dazu wäre toll gewesen. Das schafft manches Fertig-Produkt besser. Schade.

Von NP

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