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Meine Stadt Großburgwedel: Jugendlicher sticht auf Frau ein
Hannover Meine Stadt Großburgwedel: Jugendlicher sticht auf Frau ein
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11:07 26.03.2018
Quelle: Elsner
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Hannover

Eine Frau (24), die am Sonnabendabend in Großburgwedel im Streit mit drei syrischen Flüchtlingen (13, 14, 17) niedergestochen wurde, schwebt weiterhin in Lebensgefahr. „Sie befindet sich in einem kritischen Zu­stand“, sagt Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer. Auch am Montagmorgen hatte sich ihr Zustand noch nicht wesentlich gebessert.

Das Opfer hatte einen Messerstich in den Bauch erlitten. Die Ärzte hatten die 24-Jährige notoperiert und sie in ein künstliches Koma versetzt. Unterdessen sitzt der 17-Jährige  hinter Gittern. Gegen ihn wurde am Nachmittag erlassen: Er ist dringend verdächtig, der Messerstecher zu sein.

Begonnen hatte am Sonnabend alles gegen 19.30 Uhr in einem Supermarkt an der Dammstraße. Dort waren die 24-Jährige und ihr Lebengefährte (25)  mit den 13- und 14-jährigen Syrern in einen verbalen Streit geraten. Worum es ging, weiß die Polizei laut Pfeiffer noch nicht.

Etwa eine halbe Stunde später machte sich das Paar auf den Nachhauseweg. Auf der Dammstraße/Ecke Bissendorfer Straße trafen die jungen Leute erneut auf den 13- und den 14-Jährigen. Die hatten allerdings inzwischen Verstärkung dabei – den 17-Jährigen.

Erneut gab es eine verbale Auseinadersetzung, dann kam es zu Handgreiflichkeiten. Dabei erlitt die 24-Jährige den Stich in den Bauch. Ob die Frau in die Rangelei eingriff oder schlichten wollte, ist bislang unklar, so die Polizeisprecherin.

Die Syrer – zwei Brüder und ein Cousin, die nicht unbegleitet, sondern mit ihren Familien nach Deutschland gekommen waren – flüchteten vom Tatort, wurden aber aufgrund der Beschreibung des 25-Jährigen in der Nähe festgenommen. Mit einem Rettungswagen wurde die lebensgefährlich Verletzte in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der 17-Jährige ist dringend verdächtig, der Frau den Messerstich in den Bauch versetzt zu haben. Allerdings wird gegen den 14-Jährigen ebenfalls wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Laut Pfeiffer konnte gestern noch nicht ausgeschlossen werden, dass auch er der Messerstecher gewesen sein könnte. Der Jugendliche wurde allerdings nach Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Jüngste des Trios werde nicht als Beschuldigter, sondern nur als Zeuge geführt.

Zur weiteren Aufklärung bittet die Polizei Zeugen der Auseinandersetzung sich unter Telefon 05 11/1 09 55 55 zu melden.