Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Frauen sorgen in Gelddingen schlechter vor
Hannover Meine Stadt Frauen sorgen in Gelddingen schlechter vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:30 21.07.2019
Zukunft im Blick: Frauen kümmern sich oft zu wenig um ihre Altersvorsorge. Quelle: dpa
HANNOVER

Die gute Nachricht zuerst: Niedersachsens Frauen stehen in Gelddingen gern auf eigenen Beinen. In einer Umfrage für die Commerzbank gaben 80 Prozent der weiblichen Befragten an, dass es ihnen „äußerst wichtig“ oder „sehr wichtig“ ist, finanziell unabhängig zu sein. Die schlechte Nachricht: Nur jede fünfte hat ein großes Interesse an den Themen Finanzen und Geldanlage (20 Prozent) und investiert regelmäßig Zeit in den Bereich (19 Prozent).

Das, so weiß Swantje Schöning, Niederlassungsleiterin bei der Commerzbank Hannover, sieht man auch an den Geldanlagen. Obwohl Frauen rund die Hälfte der Bevölkerung stellen, liege ihr Anteil beim Spar- und Depotvolumen in der Niederlassung Hannover nur bei 39 Prozent (Sparvolumen) beziehungsweise 35 Prozent (Depot). Ein Grund dafür sei das niedrigere Einkommen der Frauen, so Schöning. Laut der Umfrage haben nur 15 Prozent der weiblichen Befragten ein Nettoeinkommen über 2000 Euro. „Die Folge ist, dass Frauen im Alter deutlich weniger als Männer zur Verfügung haben – obwohl sie länger leben“, sagt Schöning.

„Frauen haben im Alter deutlich weniger als Männer zur Verfügung“

Dieser Befund deckt sich mit den Erfahrungen von Stefan Adam, Berater bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZN). Frauen seien im Alter „finanziell oft in der Defensive“, da ihre Rente durch ein niedrigeres Einkommen oder Teilzeit-Tätigkeit geschmälert sei. Allerdings verzeichne er heute einen höheren Frauenanteil in der Altersvorsorge-Beratung als noch vor einigen Jahren, so Adam. „Viele Frauen fragen sich grundsätzlich, was sie tun können.“

Laut der Commerzbank-Studie, für die bundesweit 1600 Frauen befragt wurden (Niedersachsen: rund 100), fühlt sich fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) nicht ausreichend für das Alter abgesichert – darunter sind auch 15 Prozent, die überhaupt nicht versorgt sind.

Altersvorsorge nicht allein dem Ehepartner überlassen

Das Wichtigste sei deshalb, „überhaupt erst mal anzufangen – auch mit kleinsten Beträgen“, empfiehlt Schöning. Wenn man jung sei und zehn Euro im Monat anlege, komme im Lauf der Jahre einiges zusammen. „Wenn man aber erst mit Mitte 40 erkennt, dass man auf eine Rentenlücke zusteuert, lässt sich das oft nicht mehr ändern.“

Beide weisen darauf hin, dass verheiratete Frauen das Thema Altersvorsorge nicht allein dem Ehepartner überlassen sollten. „Zu glauben, in der Ehe oder Partnerschaft automatisch versorgt zu sein, ist leider ein Irrglaube“, so Schöning. Wie Adam rät sie, Finanz- und Vorsorgethemen gemeinsam zu besprechen.

Als Anlageform sei bei Frauen Riestern sehr beliebt, sagt Schöning. Auch ein Bausparvertrag sei ein erster Schritt, bei dem man auch noch staatliche Förderung erhalte. Sinnvoll können auch börsengehandelte Fonds sein, so die Experten.

Von Inken Hägermann

Meine Stadt Technikdenkmal in Herrenhausen Wird das noch was mit der Wasserkunst?

Schon seit 2015 läuft die Sanierung der Wasserkunst in Herrenhausen. Ursprünglich sollte sie 2017 abgeschlossen werden. Nun ist von 2020 die Rede. Immerhin: Noch im Juli sollen die Hüllen des Technikdenkmals von nationaler Bedeutung fallen und nach Jahrzehnten wieder die historische Backsteinfassade zu sehen sein.

21.07.2019

Das Rendezvous im Stadtpark holte die Wochenend-Highlights aus der Stadt direkt auf die NP-Bühne: „Bingo-Bär“ Michael Thürnau kam vor seiner Livesendung und Weinprinzessin Stephanie Eckert kam vom Weinsommer.

21.07.2019

Dumm gelaufen: Eine 38-jährige Mittäterin hat am Sonntag bei einem Handy-Raub im Steintor ihr eigenes Mobiltelefon verloren. Das Opfer (25) wurde bei dem Überfall sogar mit einer Glasflasche angegriffen und erlitt Verletzungen.

21.07.2019