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Meine Stadt Protestaktion vor dem Umweltministerium
Hannover Meine Stadt Protestaktion vor dem Umweltministerium
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15:40 22.10.2018
Ironie für saubere Luft: Aktivisten hängten am Sonntag dieses Transparent am Umweltministerium auf.
Ironie für saubere Luft: Aktivisten hängten am Sonntag dieses Transparent am Umweltministerium auf. Quelle: HannovAir
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Hannover

Klimaschutz und saubere Luft? Aus Sicht von „Hannovair“ nimmt es das Land damit nicht so ernst. Aktivisten des Bündnisses hängten deshalb am Sonntag ein Transparent an der Fassade des Umweltministeriums auf. „Asthma für alle statt Fahrverbote für wenige“ war darauf zu lesen.

„Es geht nicht lediglich darum, Grenzwerte einzuhalten, sondern um den Gesundheitsschutz tausender Betroffener“, kritisierte Arne Käthner, Initiator der Aktion. Diesen nicht zu gewährleisten grenze an „Unterlassung im Amt“, so der Vorwurf vor allem in Richtung von Umweltminister Olaf Lies (SPD).

Radwege und Nahverkehr in Hannover ausbauen

Ulrich Wilk vom Verkehrsclub Deutschland (VDC) forderte Hannovers Stadtverwaltung auf, endlich einen neuen Luftqualitätsplan vorzulegen. Außerdem setzt sich „Hannovair“ für einen konsequenten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradinfrastruktur ein sowie für höhere Parkgebühren in der Innenstadt.

Hannovers Grüne zeigten sich unterdessen erschrocken über die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Gesetze so ändern zu wollen, dass Klagen gegen zu dreckige Luft schwieriger werden. „Gesetze, die im Auftrag der Autoindustrie geschrieben werden, schaden dem Vertrauen in Politik und Staat“, kritisierte Pat Drenske, umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion. Autos müssten zu geltenden Gesetzen passen anstatt Gesetze an die Autos anzupassen.

Von Christian Bohnenkamp