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Meine Stadt Freundeskreis verleiht Stadtkulturpreis
Hannover Meine Stadt Freundeskreis verleiht Stadtkulturpreis
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13:34 29.11.2018
SIE WERDEN PREISTRÄGER: Marlis Fertmann, Bärbel Dütemeyer, Kornelia Rust-Bulmahn und Kai Schirmeyer (von links).
SIE WERDEN PREISTRÄGER: Marlis Fertmann, Bärbel Dütemeyer, Kornelia Rust-Bulmahn und Kai Schirmeyer (von links). Quelle: Wilde
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Hannover

Was macht eine Stadt liebenswert? Vieles, aber sicher gehören dazu auch kulturelles und soziales Engagement. Das meint der Freundeskreis Hannover und zeichnet in diesem Jahr in der Orangerie Herrenhausen gleich vier Vertreter dieses Engagements aus.

Am 3. Dezember geht dessen 24. Stadtkulturpreis an das NDR-Klassik-Open-Air und das „kre(H)tiv“-Netzwerk sowie an den „Verein für krebskranke Kinder Hannover“ und die gemeinnützige Gesellschaft „Hilfe für unsere Kinder“. Ex-NDR-Fernsehchefin Marlis Fertmann, quasi die Mutter der Freiluftoper am Rathaus, nimmt einen Preis entgegen – und möchte ihn am liebsten „den Menschen widmen“, die den Klassik-Event zeitgleich im Maschpark mit Bestuhlung, Decken und Picknick-Leckereien „besonders lebendig machen“. Kai Schirmeyer, der „kre(H)tiv“-Kopf, vertritt das Kreativennetzwerk (initiierte die Unesco City of Music) und wäre froh, wenn in den Verwaltungen „Kreativität“ und „Wirtschaft“ keine Gegensätze mehr darstellen würden, wie er bemerkt.

Für Familien mit krebskranken Kindern macht sich der Verein von Bärbel Dütemeyer stark. Der Verein, der auch räumlich in der MHH angesiedelt ist, sorgt für ein „kostenloses, therapiebegleitendes zweites Zuhause“ für die Angehörigen während der Behandlung des krebskranken Kindes. „Die Diagnose ist für die Familien ein GAU“, so Dütemeyer. Da sei die Angst um das Kind, da gebe es aber auch die logistische Herausforderung, weil die Krankheit alles dominieren würde. Hier setzt der Verein an – und dafür wird er ausgezeichnet.

Ebenfalls für Kinder setzt sich Kornelia Rust-Bulmahn mit ihrer gemeinnützigen GmbH ein. Jungen und Mädchen aus prekären familiären Situationen bekommen hier Wege aus der Armut aufgezeigt. Zauberwörter sind „gesunde Ernährung“, „strukturierter Tagesablauf“ und auch das Entdecken eigener Fähigkeiten – nichts Selbstverständliches, aber absolut Notwendiges für diese Kinder.

Von Petra Rückerl