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Meine Stadt Wie Jan-Luca doch noch Azubi wurde
Hannover Meine Stadt Wie Jan-Luca doch noch Azubi wurde
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17:38 12.07.2019
Ausbildungspate: Roland Koopmann hat Jan-Luca Schmidt bei seinen Bewerbungen geholfen. Quelle: Wilde
Hannover

Aller Anfang ist schwer – und wenn man sich immer wieder bemüht, und doch immer wieder Absagen oder gar keine Reaktionen auf Bewerbungsschreiben bekommt, dann ist der Frust ganz schön groß. Für Jan-Luca Schmidt kein Grund aufzugeben, sondern ein guter Grund, sich um Hilfe zu bemühen: im Freiwilligenzentrum. Dort werden Ausbildungspaten für junge Menschen zwischen Schulende und Berufsalltag vermittelt und dort traf der damals 18-Jährige erst auf Projektleiter Kurt Kühnpast – der ihn Ausbildungspaten Roland Koopmann vorstellte. „Wir waren uns gleich sympathisch, sonst hätte das wohl auch nicht funktioniert“, erzählt Koopmann. Jan-Luca sei ein offener, freundlicher junger Mann, willig, endlich eine Ausbildung zu bekommen. Dass er in der Zwischenzeit das Freiwillige Soziale Jahr absolvierte „statt herumzuhängen, fand ich schon beeindruckend“. Und auch Jan-Luca Schmidt hatte „sofort ein gutes Gefühl“, wie er lächelnd sagt

„Wo will er hin, warum, was sind seine Stärken?“.

Koopmann (68), vor seiner Rente Führungskraft im IT-Unternehmen und als solcher mit Einstellungen vertraut, wusste genau, wonach er schauen musste. „Wo will er hin, warum, was sind seine Stärken?“ Der Blick auf die Bewerbungsunterlagen war verbunden mit der Erkenntnis, dass diese „noch stark verbesserungswürdig waren, genau wie der Lebenslauf“. Außerdem leidet Schmidt unter einer Lese-Rechtschreibschwäche.

Dann ging es los – und bergauf: Der junge Schmidt lernte, seine Bewerbungen ordentlich zu schreiben, der ältere Koopmann coachte ihn vor Bewerbungsgesprächen. Immer wieder. „Man muss am Ball bleiben“, sagt Roland Koopmann. „Es wäre alles deutlich schwerer gewesen ohne ihn“, sagt Jan-Luca Schmidt.

Und es klappte – wenn auch anders als gedacht: Dass Schmidt nun bereits ins zweite Ausbildungsjahr als Mechatroniker für Kältetechnik geht, hat er ebenfalls dem Freiwillenzentrum zu verdanken. „Kurt Kühnpast rief mich an und erzählte mir von einem Speed-dating in der Handwerkskammer“, berichtet Koopmann. „Ich habe dann Jan-Luca dort hingeschickt.“ Er machte Eindruck, wurde zu einem Praktikum geladen und hatte danach den Ausbildungsvertrag der Garbsener Firma in der Tasche. Eine Erfolgsstory – und nicht die einzige des Projekts Ausbildungspaten. „Ohne das hätte ich es nicht geschafft“, weiß der 20-Jährige.

Von Petra Rückerl

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