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Meine Stadt Hannover: Wer lebte in dem Brand-Haus?
Hannover Meine Stadt Hannover: Wer lebte in dem Brand-Haus?
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12:51 21.12.2018
In einer Mietwohnung an der Striehlstraße ist am Donnerstagabend ein Brand in einem Appartement ausgebrochen. Quelle: Peer Hellerling
Hannover

Die Feuerwehr musste am späten Donnerstagabend mit einem Atemschutztrupp einen Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus im Stadtteil Mitte löschen, aus dem auffällig viele Menschen flüchteten. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Zunächst war von einem Wohnungsbordell ausgegangen worden. Nach NP-Informationen handelt es sich aber bei den Bewohnern um – möglicherweise illegal arbeitende – Osteuropäer, die in den Gästezimmern der Mietwohnung untergebracht waren.

Feuer schnell unter Kontrolle

Den Feuerwehrleuten, die um kurz vor 21 Uhr am Brandgeschehen eintrafen, kamen 17 leicht bekleidete Menschen – sowohl Männer wie Frauen – entgegen, die vor dem Feuer aus dem Haus geflüchtet waren. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten mehrere Atemschutztruppen eingesetzt werden. Diese lokalisierten den Brand im Flur und in einem der vielen Gästezimmer der Mietwohnung, brachten das Feuer schnell unter Kontrolle und entrauchten schließlich die ganze Wohnung. Die geflüchteten Bewohner wurden in einer städtischen Einrichtung untergebracht. In der Wohnung entstand erheblicher Brand- und Rauchschaden, der auf 200 000 Euro geschätzt wird. Das Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar.

Schon einmal Flammen vor ein paar Jahren

Eine frühere Bewohnerin aus der Striehlstraße bestätigte der NP, dass sowohl Wohnungsbordelle als auch die Unterbringung vieler Billigarbeiter auf engsten Raum in Mietwohnungen in dieser Straße kein Geheimnis sind. „Dort hat es vor ein paar Jahren doch schon mal in einem Wohnungspuff gebrannt“, erinnert sie sich. Genau wie an osteuropäische Frauen, die „zwar nicht zum anschaffen an der Straße standen, aber dort warteten oder rauchten und dann in einem Miethaus der Straße ein- und ausgingen“.

„Dubiose Läden“

Wo früher „ganz normale Miethäuser mit richtig schicken Lofts und Dachterrassen waren, kann man heute nicht mehr in Ruhe wohnen“, so die 49-Jährige. Dort, wo in der parallel verlaufenden Nicolaistraße Gastronomiebetriebe gewesen seien, die „nach der Cinemaxx-Schließung dicht machten“, hätten „dubiose Läden“ aufgemacht, die Hinterausgänge zur Striehlstraße haben würden. „Dort sind Leute ein und ausgegangen, die ich lieber nicht getroffen hätte“, sagt sie und berichtet von Beschimpfungen gegen sie. Männer in tiefergelegten Angeberautos wären damit ohne Rücksicht durch die Straßen gerast, „eigentlich kann man mit dem Fahrrad nicht mehr durch die Straße fahren, ohne in Lebensgefahr zu geraten“.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 10 Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften vor Ort.

Von RND/jok/rue

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