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Meine Stadt Ärger mit der Telekom: Vier Wochen ohne Telefon
Hannover Meine Stadt Ärger mit der Telekom: Vier Wochen ohne Telefon
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00:18 19.12.2018
ZWANGSUMSTELLUNG: Irmtraud Schulz hatte wochenlang kein Festnetztelefon, weil die Umstellung durch die Telekom nicht klappte. Quelle: Foto: Heusel
Hannover

Auch die Deutsche Telekom droht Kunden manchmal mit Kündigung – allerdings nicht so wie HTP wegen der Umstellung auf schnellere VDSL-Internet-Technik (wir berichteten): Die Telekom stellt nach und nach alle herkömmlichen Telefon-Festnetzanschlüsse auf VoIP-Technik um („Voice over Internet Protocol“, also auch digital und internetbasiert statt analog). Und das ging bei NP-Leserin Irmtraud Schulz (67) in Hannover schief.

Der Info-Brief kam im April, im Juni unterschreibt Schulz den neuen Vertrag. Doch ein für Mitte Juli angekündigter Techniker kommt nicht. Ende Oktober kommen dann drei Techniker, die einen Glasfaseranschluss setzen und dazu „alles neu verlegen, ohne dass ich das vorher wusste. Und sie gehen mit der Aussage: Alles bereit, funktioniert. Drei Tage später ist der Tag der Umstellung – und von da an ist die Leitung tot. Es folgen Anrufe beim Kundenservice, der wiederum mehr als ein Dutzend SMS auf Schulz‘ Handy schickt, wonach ihr „Status“ sei: „In Arbeit“. Den Kundenservice nimmt Schulz häufig nicht gerade als verständnisvoll und hilfsbereit wahr: „Die Mitarbeiter sind frech und legen auf!“ Auch ein Besuch im Telekom-Shop „mit 45 Minuten Wartezeit“ und tätigem Bemühen der Mitarbeiter dort bringt keinen Fortschritt.

Erst nachdem Schulz die Sache uns schildert und die NP nachfragt, kommt die Telekom in die Spur. Es wird erklärt, dass die Sache „auf einer Stufe hängt“, man das jetzt „beseitigt und weiter angeschoben“ habe. Ein paar Tage später heißt es, dass es beim Umstellprozess „einen Fehler im System“ gegeben habe, aber jetzt alles funktioniere – irgendwer habe wohl irgendwo eine Einstellung oder eine Verbindung falsch gesetzt oder vergessen… „das tut uns leid“.

Tatsächlich funktioniert das Telefon jetzt (Internet ohnehin die ganze Zeit). Schulz sagt dazu: „Über vier Wochen ohne Festnetz, viele Anrufe sowie SMS und Anschreiben – das finde ich immer noch zu viel für die Kunden.“ Vor allem, weil sie quasi zustimmen musste, sonst wäre ihr Festnetzvertrag von der Telekom gekündigt worden und sie hätte sich einen anderen Anbieter suchen müssen (was wieder Aufwand und Ärger bedeuten könnte).

Inzwischen hat sich ihr Ärger wohl gelegt, auch wenn ihr Monatspreis jetzt höher liegt als vorher: „Vom Kundendienst der Telekom ist sogar noch ein Blumenstrauß mit Entschuldigungskarte gekommen. Jetzt bin ich zufrieden.“ Außerdem hat die Telekom der NP versichert: „Das Entgelt für den Zeitraum der Störung“ werde erstattet.

Von Ralph Hübner

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