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Meine Stadt Feierlicher Appell: Die Feldjäger verabschieden ihren Kommandeur
Hannover Meine Stadt Feierlicher Appell: Die Feldjäger verabschieden ihren Kommandeur
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19:00 12.06.2019
Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Als Brigadegeneral Udo Schnittker am Ende seiner Rede angelangt war, fielen ihm die letzten Worte schwer. „Ich melde mich ab“, sagte er mit angeschlagener Stimme. Es war Schnittkers letzte Amtshandlung nach mehr als sechs Jahren als Kommandeur der Feldjäger. Demnächst wird er deutscher Repräsentant im Nato-Hauptquartier in Brüssel.

Beim feierlichen, aber komplett verregneten Appell vor 200 geladenen Gästen am Neuen Rathaus übergab der 60-Jährige die Dienstgeschäfte an Oberst Ulf Häussler. Und nicht etwa an die Ente, die sich kurz zuvor als neuen Chef aufspielte. Sie marschierte unbeeindruckt von den militärischen Aufwartungen durch die Reihen der Feldjäger und sorgte so für zahlreiche Schmunzler bei dieser ernsten Veranstaltung.

Nein, sie ist nicht der neue Kommandeur: Eine Ente marschiert durch die Reihen der Feldjäger und die können ihr Lachen teilweise nicht zurückhalten. Quelle: Tim Schaarschmidt

Vorwürfe waren emotional schwer zu meistern

Schnittker übernahm des Kommando während eines Umbruchs in der Truppe. Erstmals legte die Bundeswehr 2013 die Führung der Feldjäger in eine Hand. „Damals konnte ich nicht ahnen, dass ich so lange das Kommando übernehmen werde“, sagte Schnittker. Die Stadt und die Militärpolizisten seien in dieser Zeit „mustergültig“ zusammengewachsen. „In Hannover ist die Wahrnehmung der Bundeswehr im gesellschaftlichen Umfeld gelungen und erlebbar.“

Feierlicher Appell bei den Feldjägern in Hannover

Wichtig sei ihm steht gewesen, dass sich die Feldjäger wie Profis verhielten. Er sei von der Truppe nicht enttäuscht worden. „Umso schwerer waren für uns die Vorwürfe, die uns in den Generalverdacht rechtsextremer, führungsschwacher und verantwortungsloser Menschen gebracht haben. Das war eine emotional schwer zu meisternde Zeit“, kritisierte Schnittker. Er erinnerte damit unter anderem an die Durchsuchungen von Kasernen nach dem Auffliegen von Franco A., der als Oberleutnant unter der Identität eines Flüchtlings rechtsextreme Terroranschläge geplant haben soll. Schnittker hatte schon im Sommer 2017 Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen dafür kritisiert.

Bundeswehr braucht Zeit

Er sei zudem betrübt von dem Bild der „Schrottarmee“, das derzeit in der Öffentlichkeit von der Bundeswehr gezeichnet werde. „Eine kaputt gesparte Armee kann einfach nicht innerhalb weniger Jahre wieder voll verteidigungsbereit sein“, stellte Schnittker klar. Die Instrumente für einen Wandel lägen auf dem Tisch. „Es wird besser“.

Der neue Kommandeur der Feldjäger kennt Hannover bereits. Häussler war zwischen 2013 und 2014 bereits Chef des Stabes der 1. Panzerdivision. Zuletzt arbeitete der 52-Jährige als Büroleiter von Staatssekretär Gerd Hoofe im Bundesverteidigungsministerium. Häussler führt künftig aus der Scharnhorst-Kaserne in Bothfeld, dem Hauptquartier der Feldjäger, die 3000 Soldaten.

Sie sind auf 24 Standorte aufgeteilt. Hannover aber ist die Hauptstadt der Feldjäger. In der Hauptfeldwebel-Lagenstein-Schule in Vahrenheide etwa werden sie ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es Straftaten aufzuklären, die gegen die Bundeswehr oder von Soldaten begangen worden sind.

Von Sascha Priesemann

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