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Meine Stadt Massiver Anstieg bei der Briefwahl in Hannover
Hannover Meine Stadt Massiver Anstieg bei der Briefwahl in Hannover
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18:41 17.05.2019
Viel Interesse: Sowohl in Hannover als auch im Umland werden deutlich mehr Briefwahl-Unterlagen angefordert als bei der Europawahl 2014. Quelle: Behrens
Hannover

Driftet Europa nach rechts? Wird es gelingen, den Klimawandel doch noch in Grenzen zu halten? Viele sehen in den EU-Wahlen eine Schicksalswahl. Und auch der Blick auf den aktuellen Verlauf der Briefwahl in Hannover lässt ein deutlich größeres Interesse vermuten als bei der vergangenen Europawahl 2014.

Damals waren laut Stadt neun Tage vor der Wahl 30.457 Briefwahlunterlagen verschickt worden. Diesmal sind es zum vergleichbaren Zeitpunkt bereits 47.003. Das entspricht einem Anstieg von satten 54 Prozent.

Briefwahl: Deutlich mehr Interesse auch in der Region

Ein ähnlicher Trend zeichnet sich in der Region ab. Bis Donnerstag (16. Mai) wurden in den 20 Umlandkommunen 48.941 Briefwahlunterlagen ausgegeben. Das sind schon jetzt mehr als die 48.287, die 2014 insgesamt ausgegeben wurden.

Eine Prognose zur Wahlbeteiligung will die Stadt allerdings nicht abgeben. „Wie immer lässt sich erst am Wahltag sagen, ob mehr Menschen wählen oder es lediglich eine Verschiebung zugunsten der Briefwahl ist“, sagt Sprecher Dennis Dix. Bei der Landtagswahl 2017 war das zum Beispiel der Fall gewesen. Hatte 2013 der Anteil der Briefwähler bei lediglich 14,3 Prozent gelegen, betrug er vier Jahre später 23,4 Prozent.

Stadt: Kein Rückstand bei der Bearbeitung

Trotz des großen Interesses an der Briefwahl kommt die Stadt nach eigenen Angaben bisher mit dem Versenden der Unterlagen hinterher. Es gebe „keinen Rückstand“ bei der Bearbeitung der eingehenden Anträge, versichert Sprecher Dix.

Bei der Europawahl 2014 hatte die Wahlbeteiligung in Hannover bei knapp 45 Prozent gelegen. Bürgermeister Thomas Hermann hatte kürzlich verkündet, dass 50 Prozent „ein gutes Ergebnis“ wären.

Von Christian Bohnenkamp

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