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Meine Stadt Hannover: Esprit trennt sich von Filiale
Hannover Meine Stadt Hannover: Esprit trennt sich von Filiale
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15:12 29.01.2019
DICHT: Die Filiale an der Georgstraße hat die Mode-Kette Esprit geschlossen. Offiziell wegen der Mietmodalitäten mit dem Vermieter.
DICHT: Die Filiale an der Georgstraße hat die Mode-Kette Esprit geschlossen. Offiziell wegen der Mietmodalitäten mit dem Vermieter. Quelle: Wilde
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HANNOVER

Die Mode-Kette Esprit, die tief in der Krise steckt, hat sich von ihrer Filiale an der Georgstraße getrennt. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers habe man sich nicht über die Konditionen des auslaufenden Mietvertrags einigen können. „Das, was der Vermieter haben wollte, ist nicht darstellbar“, so der Sprecher. Esprit an der Georgstraße hat seit dem 19. Januar geschlossen. Wie viele Mitarbeiter von der Schließung betroffen sind und was aus ihnen wird, wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht mitteilen.

Filiale auf zwei Etagen wurde 2004 eröffnet

Esprit hatte die Filiale an der Georgstraße 2004 eröffnet und verkaufte Mode auf rund 1300 Quadratmeter, verteilt über zwei Stockwerke. Nach dem Aus der Niederlassung ist das Modeunternehmen aus Ratingen in Hannover noch in der Ernst-August-Galerie und an der Bahnhofstraße vertreten. Ein Franchise-Unternehmen führt Esprit außerdem im Hauptbahnhof. Offenbar hält die Mode-Kette am Standort grundsätzlich fest: „In Hannover haben wir Interesse an einer weiteren Filiale“, so der Unternehmenssprecher weiter.

Dass das Aus der Georgstraßenfiliale mit der angekündigten Verkleinerung des Ladennetzes zusammenhängt, wie sie Esprit-Chef Anders Kristiansen Ende 2018 angekündigt hatte, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Er sagte aber, dass bei der Auswahl eines Standortes stets auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen würden. Zurzeit unterhält das Unternehmen 140 Filialen in Deutschland.

Mode-Kette schreibt seit fünf Jahren rote Zahlen

Mehrere Medien hatten darüber berichtet, dass Esprit seit fünf Jahren rote Zahlen schreibt. Unternehmens-Chef Kristiansen kündigte ein Sanierungsprogramm an, bei dem etwa die Schließung von unrentablen Läden und die Verschlankung der Organisation vorgesehen sind. Außerdem will er Stellen abbauen, die Zahl der Läden und der Beschäftigten will er um rund 40 Prozent verringern. Wie viele der derzeit 2800 Vollzeitkräfte in Deutschland um ihren Job fürchten müssen, darüber macht das Unternehmen keine Angaben. Weltweit gibt es 6400 Vollzeit-Beschäftigte. In Zukunft soll vor allem in China Wachstum erreicht werden, aktuell macht Esprit noch 87 Prozent seiner Umsätze in Europa.

Von Andreas Voigt